Immer die richtigen Worte finden

Sophie Hocke aus Bad Arolsen ist freie Festrednerin

Strahlende Gesichter nach der Hochzeitsansprache: In der Mitte die  Rednerin.
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Strahlende Gesichter nach der Festrede: Sophie Hocke ist freie Rednerin für Hochzeiten und Familienfeste aller Art. Das Das Foto zeigt sie im Gespräch mit einem glücklichen Brautpaar.

Freies Reden liegt ihr. Das hat Sophie Hocke schon im Studium in Paderborn, Gießen und Schottland gespürt. Nun kann man sie als freie Rednerin für Familienfeiern aller Art buchen. 

Bad Arolsen - Als Mitarbeiterin in der Marketing-Abteilung eines Warburger Großunternehmens hatte die junge Frau Mitte 2019 die Idee, sich als Rednerin zu diversen Familienfeiern selbstständig zu machen. Frei gestaltete Hochzeitsfeiern, Willkommensfeste für Neugeborene und Trauerreden für Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind oder trotz Kirchenmitgliedschaft eine weltliche Zeremonie wünschen, sollten künftig die neuen, zusätzlichen Betätigungsfelder für die 29-Jährige werden.

Ihr Start ins freie Unternehmertum und der gleichzeitig Wechsel bei ihrem Arbeitgeber in eine Teilzeitstelle fühlten sich zunächst gut an. „Das Strahlen in den Augen der Brautpaare hat mir gezeigt, dass sich meine Arbeit mehr als lohnt. Mich macht es total glücklich, andere Menschen glücklich zu sehen!“

Familienfeiern sind derzeit nicht möglich

Doch dann kam Corona. Und freie Rednerinnen bei Hochzeiten waren plötzlich nicht mehr so gefragt. „Momentan liegt der Schwerpunkt meiner Tätigkeit im Bereich der Trauerreden, da durch den Lockdown Hochzeiten und Kinderwillkommensfeste aktuell nicht möglich sind.“

Jetzt hofft Sophie Hocke auf das Ende der Corona-Beschränkungen im Frühsommer und auf das Nachholen der vielen abgesagten Hochzeitsfeiern des vergangenen Jahres. 21 Hochzeitsbuchungen hat sie schon für den Sommer, außerdem mehrere Kinderwillkommensfeste.

Intensive Kennenlern- und Planungsgespräche nötig

Diese Feste richten neuerdings frischgebackene Eltern aus, die ihre Kinder noch nicht im Babyalter taufen lassen möchten. Bei so einer Feier können Familien und Freunde das Neugeborene im Kreise der Familie willkommen heißen.

Als freie Rednerin spricht Sophie Hocke dann - nach einem intensiven Kennenlern- und Planungsgespräch mit den Eltern - über die Besonderheiten der Schwangerschaft, über die große Freude der Geburt und über bereits zu spürenden Vorlieben des neuen Erdenbürgers. Bei dieser Gelegenheit können auch Paten symbolisch verpflichtet werden. Die Festrednerin orientiert sich an den Wünschen ihrer Auftraggeber.

Jeder soll so feiern wie er mag

Ähnlich funktioniert das auch bei Trauerreden oder bei der Gestaltung von Hochzeitsfeierlichkeiten. Mit ihrem Angebot will Sophie Hocke nicht in Konkurrenz zu den Kirchen treten. Sie selber sei schon gläubig, aber keine regelmäßige Kirchgängerin. Und sie habe beobachtet, dass immer mehr Menschen wie sie empfinden, die ihre Familienfeiern gerne etwas weniger steif und individueller gestaltet sehen möchten.

So habe sie schon bei einer Trauerfeier gesprochen, bei der der Verstorbene sehr wohl Mitglieder einer Kirche gewesen sei, aber dennoch verfügt habe, dass bei seiner Trauerfeier auf die Trauerrede seines Pfarrers verzichten werden sollte. Sophie Hocke: „Jeder wie er mag.“

Die junge Frau hat eine IHK-zertifizierte Ausbildung zur Freien Rednerin absolviert und sich von einem Anbieter für freie Reden ausbilden lassen. Nun hofft sie, dass die Corona-Beschränkungen möglichst bald wegfallen und dass bald wieder Familienfeiern möglich werden. (Elmar Schulten)

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