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Sozialdemokrat Cord Wilke will Bürgermeister in Diemelsee werden

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Cord Wilke auf einem Feld, im Hintergrund sein Wohnort Heringhausen. Er ist der SPD-Kandidat für die Diemelseer Bürgermeisterwahl im März 2023 und Chef der Kreis-SPD. Cord Wilke aus Heringhausen will das Amt im nächsten Jahr übernehmen.
Der SPD-Kandidat für die Diemelseer Bürgermeisterwahl: Cord Wilke aus Heringhausen will das Amt im nächsten Jahr übernehmen. © Privat

Am Freitag Abend legten die Gemeindevertreter den Termin für die nächste Bürgermeisterwahl im März 2023 fest. Zwei Kandidaten gibt es bereits: Die SPD stellt Cord Wilke aus Heringhausen auf, auch der parteilose Amtsinhaber Volker Becker will wieder antreten.

Diemelsee – Am 21. Oktober hatte die SPD-Mitgliederversammlung Wilke mit großer Mehrheit nominiert. Er hatte zuvor seine Ideen und Visionen für die Gemeinde aufgezeigt. „Wahl bedeutet immer auch Auswahl“, sagte er. Er wolle, dass die Bürger eine Auswahl hätten.

„Diemelsee zukunftsfähig machen“

„Ich möchte Diemelsee mit Weitblick, Vorstellungskraft, Gestaltungswillen, Ideen, intelligenten Konzepten, Mut, vor allem aber mit Integrität zukunftsfähig machen.“ Als Pressesprecher stehe er für eine „ehrliche, offene und transparente Kommunikation“, die er derzeit in Diemelsee vermisse. „Ich möchte allen Diemelseern die Möglichkeit geben, direkt mit mir zu sprechen und Wünsche, aber auch Sorgen, zu formulieren“, sagte Wilke.

Als Bürgermeister wolle er die Verwaltung zu einem modernen Dienstleister umbauen, neue Unternehmen gewinnen, bestehende halten. Er wolle eine moderne Infrastruktur schaffen, mit der sich Diemelsee nachhaltig ausrichte und mit der sich der Tourismus sanft entwickeln lasse. Stichworte: „Gastronomie, verkehrssichernde Maßnahmen, organische Bebauung, Bürgerbeteiligungsmodelle.“ Er sei für einen Tourismus, der im Einklang mit den Bürgern und der Natur stehe.

„Kommunikation ist der Schlüssel zu einer modernen, fortschrittlichen, zukunftsfähigen Gemeinde.“ Das sei seine Stärke, die er für Diemelsee nutzen wolle. „Ich habe Diemelsee im Blick.“

SPD-Vorsitzende Hannelore Behle für Wilke

Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hannelore Behle aus Vasbeck würdigte Wilke als einen modernen Mann, der weitsichtig sei und mit seiner warmherzigen Art auf Menschen zugehen könne. Er habe schon als Vorsitzender des Waldeck-Frankenberger SPD-Unterbezirks bewiesen, dass er „mutig und entschlossen“ sei.

Er fülle sein Amt „mit viel Herz und Integrität“ aus. „Er ist nicht nur ein kluger Ratgeber, sondern auch ein guter Freund geworden.“ Er bringe alle Voraussetzungen mit, „um Diemelsee in eine moderne Zukunft zu führen.“

SPD-Kreistags-Fraktionschef Kalhöfer-Köchling für Kandidatur

„Ich arbeite mit Cord Wilke sehr eng und sehr gerne zusammen“, sagte der SPD-Fraktionschef im Kreistag, Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling aus Benkhausen, der auch dem Vorstand des Ortsvereins angehört. „Er beweist jedes Mal aufs Neue, dass er schnell denken und intelligent argumentieren kann.“ Vor allem gehe es ihm immer um die Sache: „Es geht im Kreis immer um Waldeck-Frankenberg und in der Gemeinde immer nur um Diemelsee – er hat Diemelsee im Blick.“ Die SPD stehe geschlossen hinter ihm und werde den Diemelseern zeigen, dass Wilke der richtige Bürgermeister für sei sei.

Diemelseer SPD-Fraktionschef Tepel lobt Wilke

„Es macht Spaß, mit Cord diskutieren zu dürfen“, sagte der Diemelseer SPD-Fraktionschef Martin Tepel. „Sein scharfer politischer Verstand und sein gewinnbringendes Wesen begeistern mich jedes Mal.“ Er freue sich, dass die SPD einen Kandidaten ins Rennen schicke, der Gestaltungswillen, Ideen und intelligente Konzepte habe. „Sein Mut, gegen einen Amtsinhaber anzutreten, wird belohnt werden, da bin ich mir sicher – unsere vollste Unterstützung hat er.“

Cord Wilke

Cord Wilke wurde 1978 in Bottrop geboren, seine Familie stammt aber aus Diemelsee.

Er arbeitete für die Deutsche Telekom, Kabel Deutschland und das amerikanische Entertainment-Unternehmen Rovi im Marketing, war Büroleiter eines SPD-Bundestagsabgeordneten und Berater etwa für die Buchhandels-Kette Hugendubel. Derzeit ist der 43-Jährige stellvertretender Pressesprecher der SPD-Fraktion im hessischen Landtag.

Der Heringhäuser ist seit März 2021 Diemelseer Gemeindevertreter und seit Oktober 2021 neben Dr. Daniela Sommer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Waldeck-Frankenberg.

Er sitzt im Vorstand des SPD-Ortsvereins und des Heimat- und Verkehrsvereins Diemelsee und ist in Heringhausen Mitglied im Schützenverein und in der Feuerwehr. Auch im Tierschutzverein „Pfotenhilfe Sauerland“ engagiert sich der Hundehalter. Er ist verheiratet.

Als Wahltermin legten die Gemeindevertreter den 5. März 2023 fest. Sollte eine Stichwahl notwendig werden, wäre sie am 26. März.

Volker Becker strebt vierte Amtszeit an

Bürgermeister Volker Becker will auch die nächsten sechs Jahre die Geschicke Diemelsees lenken und sein Amt bei der Direktwahl im nächsten Frühjahr verteidigen. „Ich will mich auf jeden Fall erneut bewerben“, erklärte der parteilose Amtsinhaber der WLZ.

Becker steht neben der Gemeindeverwaltung in Adorf am Heimbach. Bürgermeister Volker Becker will auch die nächsten sechs Jahre die Geschicke Diemelsees lenken. Er tritt bei der Wahl 2023 wieder an.
Bürgermeister Volker Becker will auch die nächsten sechs Jahre die Geschicke Diemelsees lenken. Er tritt bei der Wahl 2023 wieder an. © sabrinity.com

Seine Kandidatur kommt für die Diemelseer nicht überraschend: „Ich habe schon recht früh gesagt, ich bin zu jung, um nicht wieder anzutreten“, betonte er. Außerdem gebe es noch einiges, was er in der nächsten Amtszeit für Diemelssee umsetzen wolle. Auch laufende Projekte seien abzuarbeiten. Becker ist seit 2005 Bürgermeister.

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