1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck

Speed-Marathon in Waldeck-Frankenberg: Auto mit 154 km/h erwischt

Erstellt:

Von: Cornelia Höhne, Kira Müller

Kommentare

Unser Foto entstand am Mittag in Gemünden, wo Beamte der Polizeistation Frankenberg mit einer mobilen Laser-Pistole in einer 50er-Zone im Einsatz waren. 
Unser Foto entstand am Mittag in Gemünden, wo Beamte der Polizeistation Frankenberg mit einer mobilen Laser-Pistole in einer 50er-Zone im Einsatz waren.  © Kira Müller

Beim Speed-Marathon, dem europaweiten Blitzer-Tag der Polizei, hat die Polizei am Donnerstag auch in Waldeck-Frankenberg Verkehrsverstöße geahndet. Ein Autofahrer war 54 km/h zu schnell.

Waldeck-Frankenberg – „59 km/h“, ruft die Polizistin und schaut durch ihre Laser-Pistole. Das Gerät kann auf eine Entfernung von bis zu 1000 Metern Geschwindigkeiten messen. Ihr Kollege hebt die Kelle und winkt das Auto an den Straßenrand. Der Polizist spricht mit dem Fahrer und nimmt die Daten auf. Der Mann muss 30 Euro Verwarngeld zahlen, weil er zu schnell war. Hier sind nur 50 km/h erlaubt. Dann darf er weiterfahren.

So wie in der Wohraer Straße in Gemünden hat die Polizei am Donnerstag (24.03.2022) zwischen 6 und 22 Uhr an mehreren Straßen in Waldeck-Frankenberg den Verkehr kontrolliert. Es war wieder Speed-Marathon – mit dem europaweiten Aktionstag will die Polizei auf die Gefahren zu hoher Geschwindigkeiten im Straßenverkehr aufmerksam machen.

In Battenberg und Gemünden kontrolliert

Die Frankenberger Polizei war am Morgen in Battenberg und über Mittag in Gemünden unterwegs. Dort sei es relativ friedlich und ruhig abgelaufen, berichteten die drei Polizisten vor Ort. „Es ist alles im Verwarnungsbereich geblieben“, erklärte eine Beamtin. 55 Euro waren das Höchste, was bei ihnen bezahlt werden musste. Obwohl die Verwarnungs- und Bußgelder zuletzt angehoben worden seien, seien alle angehaltenen Fahrer freundlich und verständnisvoll gewesen.

In Battenberg standen die Polizisten mit ihrer Laser-Pistole zwei Stunden lang in der Dodenauer Straße vor der Grundschule. Dort gilt während der Unterrichtszeit Tempo 30. „Da waren einige zu schnell“, sagte ein Beamter. Danach fuhren die Polizisten weiter nach Gemünden in die Wohraer Straße.

Im Frankenberger Stadtgebiet werde ohnehin öfter kontrolliert, deswegen hätten sie sich dieses Mal für die beiden Standorte in Battenberg und Gemünden entschieden, um beim Speed-Marathon das ganze Dienstgebiet abzudecken. Gerade Gemünden werde beim Kontrollieren der Geschwindigkeiten oft vernachlässigt. „Der Standort hier an der Bushaltestelle ist fair, man kann uns gut sehen.“

Halt, Polizei: Ulrich Bäumer, Dienstgruppenleiter bei der Korbacher Polizei, winkt Verkehrsteilnehmer zur Kontrollstelle.
Halt, Polizei: Ulrich Bäumer, Dienstgruppenleiter bei der Korbacher Polizei, winkt Verkehrsteilnehmer bei Waldeck-Netze zur Kontrollstelle. © Höhne, Cornelia

Dirk Richter, der Pressesprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, berichtete am Nachmittag, dass es nur wenige Verstöße gegeben habe und dass die erlaubten Geschwindigkeiten nur gering überschritten worden seien.  „Vielleicht hat die Ankündigung des Speed-Marathons gewirkt“, sagte er.

Ein Ausreißer in Waldeck

Einen Ausreißer gab es an der B 485 nahe des Waldecker Stadtteils Netze, wo 100 km/h erlaubt sind: Dort erwischte die Polizei gestern ein Auto mit Tempo 154 – die Toleranz bereits abgezogen. Dem Mann mit Waldecker Kennzeichen drohen 480 Euro Bußgeld, zwei Punkte im Verkehrsregister und ein Monat Fahrverbot.

Die meisten ärgern sich über sich selbst, berichtete die Polizei bei der Kontrolle in netze. „Ich hatte es eilig, dann passiert so was“, sagt eine Autofahrerin. Die Fahrer werden bargeldlich verwarnt oder erhalten demnächst Post von der Bußgeldstelle in Kassel. Nebenbei wird das Auto kontrolliert – Zustand, Reifen, TÜV und ASU. Insgesamt würden weniger „Raser“ ertappt als bei anderen Kontrollen.

In Gemünden zeigt die Polizistin auf ein dunkles Auto: „Der war nicht angeschnallt“, sagt sie. Durch den Zoom der Laser-Pistole kann sie auch sehen, ob der Fahrer telefoniert oder den Sicherheitsgurt nicht angelegt hat. Ihr Kollege hebt wieder die rote Kelle und winkt das Auto raus.

Auch interessant

Kommentare