Spende an den Rettungsdienst: 500 Stoffbären sollen Kinder trösten

Flauschige Spende: Die Rettungsdienste im Landkreis Waldeck-Frankenberg freuen sich über 500 Trösterbärchen. Von links: Holger Pflücker, Joachim Nörz von der Johanniter Unfallhilfe, Dr. Rudolf Alexi, Sanitäter Tim Braun , Martin Dörflinger, Sanitäter Frank Köster und DRK-Rettungsdienstleiter Jürgen Dezius. Foto: Elke Müller

Waldeck-Frankenberg. 500 Trösterbärchen überreichten Karlheinz Göbel und Martin Dörflinger von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg als Spende an die Rettungsdienste im Landkreis.

Sie haben eine braunes, flauschiges Fell, tragen einen roten Pullover und sie trösten Kinder, wenn einmal ein gesundheitliches Problem eintritt und der Rettungswagen einem kleinen Patienten helfen muss.

500 Trösterbärchen überreichten Karlheinz Göbel und Martin Dörflinger von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg als Spende an die Rettungsdienste im Landkreis. Bereits zum dritten Mal nahmen Vertreter des DRK, der Johanniter-Unfallhilfe und Pro medica die kleinen Seelentröster in Empfang. Stationiert im Rettungswagen, sollen sie im Notfall bei Kindern von zwei bis zwölf Jahren Angst und Schrecken lindern.

Einsätze, an denen Kinder beteiligt sind, stellten auch für das Rettungsdienstpersonal immer eine besondere Situation dar, sagt Dr. Rudolf Alexi, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis. „Bei jährlich 30 000 Einsätzen sind etwa ein bis zwei Kinder Prozent betroffen“, erklärt Alexi. „Trösterbärchen lösen bei den Kindern direkt nach der Übergabe und im weiteren Verlauf eines Einsatzes eine positive und beruhigende Wirkung aus.“

Alle 30 Mehrzweckfahrzeuge, die die Rettungsdienste im Landkreis Waldeck-Frankenberg fahren, werden mit Trösterbärchen bestückt“, versichert Holger Pflücker, DRK-Rettungsdienstleiter aus Bad Wildungen. Sanitäter Frank Köster weiß aus Erfahrung, dass die Trösterbärchen die Spannung aus der jeweiligen Situation ein bisschen herausnehmen. „Wenn wir gerufen werden, weil ein Kind zum Beispiel von der Schaukel gestürzt ist und Tränen fließen, tröstet so ein kleines Bärchen recht schnell über den ersten Kummer hinweg. Mit dem Bärchen haben die Kinder ein Bild, woran sie sich festhalten können und was auch später noch positive Erinnerungen hervorruft“, erzählt Frank Köster.

Karlheinz Göbel kennt mehrere Beispiele, in denen Kinder ihr eigenes Trösterbärchen in einer ähnlichen Situation im Freundeskreis weiterverschenken, um damit Trost zu spenden.

Bereits 1500 Trösterbärchen hat die Sparkasse auf den Weg gebracht. „Ein gelungenes Projekt, welches allen Beteiligten positiv in Erinnerung bleibt und nicht nur den Kindern in diesen Ausnahmesituationen ein Lächeln ins Gesicht zaubert“, betonte Dr. Rudolf Alexi. (zek)

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