Sportbund fordert Bonus für Kommunen mit Schwimmbad

Waldeck-Frankenberg. Um Kommunen, die Schwimmbäder betreiben, finanziell zu entlasten und damit den Erhalt der Bäder zu sichern, fordert der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, eine finanzielle Beteiligung der Nachbarkommunen.

Dies könne im Zuge der Neuordnung des Finanzausgleichs geregelt werden. „Ich kann mir ein Modell ähnlich einer Schulumlage vorstellen“, sagte Müller. Dabei könnte Geld von den Gemeinden eingesammelt werden, die keine Schwimmbäder betreiben, deren Einwohner aber die Bäder der Nachbarorte benutzen.

Auch Götz Konrad, Bürgermeister von Eschenburg (Lahn-Dill-Kreis), fordert einen „Bonus für Bäder“ - schließlich ziehe sein Freizeitbad auch Besucher aus der Nachbarschaft an. In Waldeck-Frankenberg gibt es seit Jahren ähnliche Überlegungen und Appelle - bislang ohne Erfolg.

Battenbergs Bürgermeister Christian Klein sieht Kommunen, Kreise und Land „mit im Boot“. Nur gemeinsam könne man die Kosten der Bäder stemmen. 2014 betrug das Defizit in Battenberg 262.462 Euro. Seit 2015 wird das Hallen- und Freibad von der Energie Waldeck-Frankenberg betrieben. „Die Aussage des Landes, die Kosten bei der Berechnung des neuen Finanzausgleichs grundsätzlich eingerechnet zu haben, ist mir zu allgemein und nicht ausreichend“, sagte Klein. Die Kommunen müssten für die Bäder besondere Unterstützung erfahren.

Die Stadt Frankenberg würde sich freuen, wenn sie für ihr Schwimmbad mehr Geld erhielte. „Allerdings glaube ich nicht, dass das Land der Forderung des Landesportbundes folgen wird“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß. Die Mittel- und Oberzentren erhielten bereits Geld aus dem Finanzausgleich, um die „erhöhten Aufwendungen der Zentralfunktion zu finanzieren“. Die Energie-Gesellschaft Frankenberg erwartet für 2014 ein Defizit des Bades von 935.000 Euro.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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