B.Braun-Tochter Almo produziert in Bad Arolsen Einmalspritzen für den Weltmarkt

Spritzen-Produktion in Bad Arolsen wird ausgeweitet

Fünf unterschiedlich große Einmalspritzen mit grünen Kolben stehen aufrecht.
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Sensible Massenware: Die B.Braun-Tochter Almo Erzeugnisse Erwin Buch GmbH produziert in Bad Arolsen jedes Jahr rund zwei Milliarden Einmalspritzen. Aktuell besonders gefragt sind die Ein-Milliliter-Spritzen (rechts) für die Corona-Impfungen.

Bei der Firma Almo, einem der weltgrößten Hersteller von Einmalspritzen, hat es zum Jahreswechsel auch einen Wechsel in der Geschäftsführung gegeben. Christian Kapischke und Otto-Philipp Braun lösen Bernd Denk ab, der das Unternehmen viele Jahre erfolgreich geleitet hat und sich nun in den Ruhestand verabschiedet.

Bad Arolsen - Christian Kapischke ist in der neuen doppelköpfigen Geschäftsführung zuständig für die Bereiche Standard- und Sonderproduktionen, Qualitätsmanagement kaufmännische Prozesse und Personalwesen. Otto-Philipp Braun verantwortet die Bereiche Business-Development, Industriekunden sowie Forschung und Entwicklung.

Die Firma Almo produziert in Bad Arolsen mit rund 390 Mitarbeitern mehr als zwei Milliarden Einmalspritzen mit dem für B.Braun typisch grünen Kolben. Angesichts der weltweit angelaufenen Impfkampagne plant Almo die Ausweitung der Produktion von Ein-Milliliter-Spitzen. Darüber hinaus wird eine neue Produktionslinie für Zehn-Milliliter-Spritzen aufgebaut. Insgesamt sollen im Werk an der Großen Allee bis 2023 rund 30 Millionen Euro investiert werden.

Otto-Philipp Braun ist Almo-Geschäftsführer.

Damit verbunden ist eine Ausweitung der Jahresproduktion auf rund drei Milliarden Spitzen. Die Produktion erfolgt bereits jetzt weitgehend automatisiert. Mit den neuen Produktionslinien soll die Vernetzung und Digitalisierung noch weiter vorangetrieben werden, verrät Geschäftsführer Christian Kapischke und verweist auf die Stichworte „Industrie 4.0 und künstliche Intelligenz“. Auch die Auszubildenden sollen soweit und so früh wie möglich an die neuen Herausforderungen herangeführt werden.

Christian Kapischke ist Almo-Geschäftsführer.

Parallel zu den Plänen am Hauptstandort an der Großen Allee verfolgt das Unternehmen Erweiterungspläne im Bereich des Bioenergieparks an der Hagenstraße. „Derzeit arbeiten wir an der Entwicklung von verschiedenen neuartigen Spritzen in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und entwickeln daraus ein Standortkonzept“, erklärt Geschäftsführer Otto-Philipp Braun. Insofern seien die Arbeitsplätze bei Almo sicher, zusätzliche Kompetenzen würden aufgebaut.

Massenproduktion unter Reinraumbedingungen: Die Firma Almo Erzeugnisse Erwin Buch GmbH stellt in Bad Arolsen jedes Jahr zwei Milliarden Einmalspritzen für den Weltmarkt her. Jetzt wird die Produktion l aufgestockt.

Aktuell jedoch dreht sich vieles bei B.Braun um die Unterstützung im Kampf gegen die weltweite Corona-Pandemie. Der Braun-Konzern liefert nämlich nicht nur Spritzen, sondern auch weitere Einmalprodukte für die flächendeckenden Impfmaßnahmen. Für die Impfungen werden neben Einmalspritzen und Kanülen, NaCl-Lösungen für die Rekonstitution des Wirkstoffes, Haut- und Händedesinfektionsmittel, persönliche Schutzausrüstung sowie weitere Artikel benötigt, die B. Braun allesamt anbietet. (Elmar Schulten)

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