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Stadt Lichtenfels: Digitalisierung der Verwaltung geht voran - 85 Anträge online verfügbar

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Von: Marianne Dämmer

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Bürgern weite Wege sparen: Bei der Stadt Lichtenfels können inzwischen mehr als 80 Verwaltungsanträge online gestellt werden. Bis zur kompletten E-Akte ist es allerdings noch ein Stück.
Bürgern weite Wege sparen: Bei der Stadt Lichtenfels können inzwischen mehr als 80 Verwaltungsanträge online gestellt werden. Bis zur kompletten E-Akte ist es allerdings noch ein Stück. © Marianne Dämmer

Die Digitalisierung der Lichtenfelser Verwaltung geht voran - bereits 85 Anträge sind online verfügbar.

Lichtenfels – Abfallbehälter abmelden, Eheurkunden bestellen, Hund anmelden, Steueridentifikationsnummer beantragen, Wildschäden anzeigen, Zählerstände mitteilen – exakt 85 Anträge von A bis Z können bei der Stadt Lichtenfels bereits online gestellt werden. Die Daten werden über ein Onlineportal an die Stadtverwaltung gesendet – Papier müssen Bürgerinnen und Bürger für ihre Anträge nicht mehr verwenden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung müssen die Anträge bislang noch händisch bearbeiten – doch auch das soll sich in den kommenden Jahren nach und nach ändern, brachte Digitalisierungsbeauftragter Christopher Hansen die Lichtenfelser Stadtverordneten bei der letzten Versammlung in diesem Jahr auf den neusten Stand.

„Wir bieten den Bürgerinnen und Bürgern damit einen weiteren Weg in die Stadtverwaltung, ohne dass sie persönlich hingehen müssen“, sagte Hansen. Wer einen Antrag stelle, erhalte eine automatische Antwort, außerdem werde elektronischer Zahlungsverkehr (E-Payment) dort zur Verfügung gestellt, wo es als sinnvoll erachtet worden sei. Bei allen Prozessen, die das Standesamt betreffen, werden die Antragsteller auf die Internetseiten der Gemeinde Vöhl weitergeleitet, da ein gemeinsamer Standesamtsbezirk besteht.

Interkommunale Zusammenarbeit

Auf ihrem Weg zur digitalen Verwaltung sind Edertal, Lichtenfels, Vöhl und Waldeck damit ein gutes Stück weiter gekommen: Die Städte und Gemeinden hatten sich 2021 zusammengeschlossen, um die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) in interkommunaler Zusammenarbeit (IKZ) zu bewerkstelligen. Insgesamt sollen für die vier Kommunen 300 bis 350 Prozesse digitalisiert werden – mit dem späteren Ziel, auch die Sachbearbeitung in den Rathäusern digital auszugestalten, „als digitale Kette vom Antrag bis zur elektronischen Akte“, erklärte Hansen. Bis es so weit sei, würden aber noch ein paar Jahre ins Land gehen.

Weiteres langfristiges Ziel sei, auch die Friedhofsverwaltung zu digitalisieren, bis jetzt werde noch gänzlich mit Papier gearbeitet. „Um das zu realisieren, werden wir uns wohl aber nochmals auf die Suche nach Fördermitteln machen müssen“, erklärte der Lichtenfelser Digitalisierungsbeauftragte.

Von Marianne Dämmer

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