Untersuchung der Kanäle – Kosten steigen

Stadt Lichtenfels kündigt Erhöhung der Entwässerungs-Gebühren an

Kanalrohre
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Für die Abwasserentsorgung müssen die Lichtenfelser ab dem kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Wie hoch die Teuerung ist, steht noch nicht fest.

Weil die Abwasserbeseitigung in der Stadt Lichtenfels nicht mehr kostendeckend durchgeführt werden kann, sollen die Abwassergebühren 2022 erhöht werden. Um das im kommenden Jahr umsetzen zu können, haben die Lichtenfelser Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig einen Ankündigungsbeschluss getroffen.

Lichtenfels – Damit ist nun klar, dass die Gebühren rückwirkend zum 1. Januar 2022 erhöht werden, nicht aber, wie hoch die Gebühren ausfallen werden. Das wollen die Stadtverordneten in den ersten Monaten des kommenden Jahres diskutieren. Festgelegt wurden jedoch Gebührenobergrenzen: Für Schmutzwasser könnten 3,76 Euro (bisher 2,87 Euro) pro Kubikmeter Frischwasser fällig werden, für Niederschlagswasser 0,68 Euro (bisher 0,59 Euro) pro Quadratmeter versiegelter Fläche und die Grundgebühr pro Kanalanschluss könnte zehn Euro (bisher fünf Euro) betragen.

Gesetzlich festgesetzt ist, dass Gebührenhaushalte kostendeckend sein müssen. Die Fehlbeträge der vergangenen Jahre wurden nach Auskunft von Bürgermeister Henning Scheele durch den aus Überschüssen gebildeten Sonderposten für den Gebührenausgleich ausgeglichen. Der Sonderposten ist nun leer und wird zum 31. Dezember 2021 aufgelöst.

Außerdem müsse die Stadt Lichtenfels von 2022 bis 2024 die Eigenkontrollverordnung (EKVO) umsetzen und damit bis zum Jahr 2025 rund 640 000 – jährlich 160 000 Euro – für die Befahrung und Untersuchung der Kanäle aufwenden, erklärte Henning Scheele bei der Sitzung der Stadtverordneten in Goddelsheim.

In dem Betrag seien noch keine Kosten für Aufwendungen oder Investitionen enthalten. „Das Ausmaß der notwendigen Sanierungen und Investitionen wird sich erst nach der kompletten Befahrung zeigen“, so Scheele. Inbegriffen in der Neukalkulation der Kosten sind die 160 000 Euro, die jedes jahr zusätzlich aufzuwenden sind. „Über die Ausgestaltung der Gebühren ist, insbesondere wegen der Abhängigkeit von Grund- und Mengengebühren, zu diskutieren“, erklärte Scheele. (Von marianne Dämmer)

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