Stadtumbau Frankenberg: Bürger können Ideen einbringen

Förderprogramm Aktive Kernbereiche: Bürgermeister Rüdiger Heß (links) und Bauamtsleiter Karsten Dittmar auf dem Obermarkt in Frankenberg mit einem Plan des möglichen Fördergebietes, Heß zeigt auf die Fußgängerzone, Dittmar auf den Untermarkt. Archivfoto:  Paulus

Frankenberg. Es geht um Wohnen, Tourismus und Einzelhandel: Mit dem Förderprogramm „Aktive Kernbereiche" des Landes Hessen will die Stadt Frankenberg in den nächsten zehn Jahren die Alt- und die Neustadt im Innenstadtbereich beleben und attraktiver machen.

An der Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes, in dem mögliche Projekte und Maßnahmen formuliert und geplant werden, sollen auch die Bürger mitarbeiten. Ein erstes öffentliches Bürger-Forum dazu findet am Dienstag, 30. September, ab 19.30 Uhr in der Ederberglandhalle statt.

Das Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“ ist vergleichbar mit der Dorferneuerung: Es werden sowohl städtebauliche als auch private Projekte finanziell gefördert. Wie hoch die Förderung für Privatleute sein wird, steht aber noch ebenso wenig fest wie die Gesamtsumme, die die Stadt für ihre öffentlichen Projekte vom Land bekommt. Im Unterschied zum Leitbildprozess vor drei Jahren steht hinter den „Aktiven Kernbereichen“ auch Fördergeld, betonte Bauamtsleiter Karsten Dittmar bei einem Pressegespräch in dieser Woche.

Mit der Erstellung des Handlungskonzeptes hat die Stadt zwei Fachbüros beauftragt: die Stadtplaner von „Umbau Stadt“ aus Frankfurt und Experten für Einzelhandel und Tourismus des Büros „Cima“, das unter anderem in München sitzt. „Wir haben auch das Parkhaus und die Stadtverwaltung schon im Blick“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß. Schließlich läuft das Programm bis zum Jahr 2024.

An der Erstellung des Konzeptes arbeiten auch lokale Experten aus Frankenberg mit: Vertreter aus Einzelhandel, Tourismus, Kultur und den politischen Fraktionen zum Beispiel. Sie haben sich schon ein Mal getroffen. Nun steigen auch die Bürger mit ins Boot: Bei einem Ideen-Workshop am 30. Juni in der Ederberglandhalle können sie sich einbringen und eigene Vorschläge machen, wie sich die Innenstadt in den nächsten zehn Jahren entwickeln sollen. „Wir hoffen, die Alt- und Neustadt bis 2024 neu aktiviert zu haben. Es geht nicht nur darum, Pflaster auszutauschen“, sagte Heß.

Ausnahmsweise darf die Stadt schon vor Fertigstellung des Handlungskonzeptes mit der Sanierung der Fußgängerzone beginnen. Für die Neustädterstraße gibt es einen Zuschuss von 666 000 Euro an den 1,8 Mio. Euro Kosten. „Die Steine sind bestellt, die Ausschreibung läuft“, sagte Heß.

Frankenberg war übrigens Nachrücker in das Förderprogramm. Auslöser war der Wettbewerb „Ab in die Mitte“ 2013/14 - die Siegerehrung fand in Frankenberg statt. „Wir konnten darlegen, dass wir Potential haben“, sagte Dittmar.

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