Startschuss für Kirmes in Laisa: Baum stand nach 20 Minuten

Mit vereinten Kräften: Die jungen Männer der Laisaer Burschenschaft haben den Kirmesbaum am Festplatz aufgestellt. Foto:  zpd

Laisa. Einen Baum aufzustellen dauert länger als ihn zu fällen. Das hat sich beim Kirmesbaumstellen der Burschenschaft in Laisa gezeigt.

Die Veranstaltung am Samstagabend war der traditionelle Auftakt für die Kirmes, die vom 28. bis 30. August in Laisa gefeiert wird. Etwa 150 Menschen waren auf den Festplatz gekommen, um zu sehen, ob es den jungen Männern der Burschenschaft gelingt, den langen Fichtenstamm aufzustellen.

Zunächst waren Handarbeit gefragt, um den mit Stoffbändern geschmückten Baum anzuheben. Dann wurden zwei große Holzkreuze untergeschoben, um den Stamm Stück für Stück aufzurichten. An zwei langen Seilen standen die sechs Kirmesburschen - erkennbar an den schwarzen Hüten mit den bunten Tüchern. Bei der Kirmes Ende August sind sie mit dem Burschenschaftsvorstand die Hauptverantwortlichen des Festes. Beim Aufstellen des Kirmesbaums am Samstagabend mussten sie mit den Seilen helfen, den Baum auf seinem letzten Weg in die Senkrechte aufzurichten und in Position zu bringen.

Mit einem letzten Ruck wurde der Stamm in die Metallverankerung gezogen, die seit der Kirmes 1995 auf einer Verkehrsinsel am Laisaer Festplatz montiert ist. Das Publikum applaudierte. Mit festen Hammerschlägen wurden zwei dicke Schrauben durch den Stamm getrieben, die beiden Seile wurden an Bäume links und rechts der Straße befestigt, um den oberen Teil des Kirmesbaums zu halten.

„Der Baum steht“, verkündete Burschenschaftsvorsitzender Jan Isenberg, als das Werk nach etwa 20 Minuten vollbracht war. Bei Bratwurst und kalten Getränken feierte die Dorfjugend mit ihren Gästen den gelungenen Start der diesjährigen Kirmes, die vom 28. bis 30. August ein paar Meter weiter im Festzelt gefeiert wird. Höhepunkt wird am Samstagabend das Burschenschaftstreffen mit der Band Donau-Power und der Schnüreversteigerung sein.

Die bestickten Trachtenborten für die Versteigerung haben die Jungen der Burschenschaft noch in der Nacht nach dem Kirmesbaumstellen bei 20 konfirmierten und ledigen Mädchen des Dorfes eingesammelt, die diesmal bei dem Kirmesspaß mitmachen, der dem Ersteigerer einer Schnur einen Tanz mit dem jeweiligen Mädchen erlaubt. (zpd)

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