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Das Leben als Aktennotiz - „Stasikomödie“, Finale von Haußmanns DDR-Trilogie

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Der prominente Cast verspricht vergnügliche Unterhaltung.
Der prominente Cast verspricht vergnügliche Unterhaltung. © Constantin Film

Mit „Stasikomödie“ präsentiert Regisseur Leander Haußmann den Abschluss seiner DDR-Trilogie. Hintergründig, abgründig und voller Charme.

Nach den Kinoerfolgen „Sonnenallee“ und „NVA“ taucht der Erfolgsregisseur nun in die damalige Bohème des Prenzlauer Bergs ein. Er erzählt eine Geschichte über Gut und Böse und alles dazwischen, vor allem aber eine Coming-of-Age-Geschichte und eine über die Entdeckung der Liebe.

Berlin, heute: Auf Drängen von Familie und Freunden hatte sich Ludger Fuchs entschlossen, Einsicht in seine Stasi-Akte zu beantragen. Heute ist er ein prominenter, ja, populärer Romanautor, gestern war er ein Held des Widerstandes der DDR; er stand also zwangsläufig unter Beobachtung der Staatssicherheit. Stolz präsentiert Ludger seiner versammelten Familie die dicke Akte. Alles hat die Stasi dokumentiert und kommentiert: seine Wohnung, seine Katze, selbst Szenen mit seiner Frau Corinna im Ehebett...

Witzige Dialoge.
Witzige Dialoge. © Constantin Film

Aber dann: „Was ist denn das?!“ Ein zerrissener und wieder zusammengeklebter Brief, sehr detailliert, sehr intim. Also von Corinna war der bestimmt nicht, und Corinna will es jetzt genau wissen. Ludger wiegelt ab: „Das war doch vor Deiner Zeit...“

Aber es ist zwecklos, die Stasi hat alles genau dokumentiert. Wütend packt Ludger seine Akte zusammen und entflieht vor dem inzwischen handfest und laut gewordenen Ehestreit nach draußen. Er erinnert sich an den jungen Mann, den die Stasi einst angeworben hatte, um in die Bohème des Prenzlauer Bergs einzutauchen, sie auszukundschaften und zu zersetzen. Und wie ihm das Leben dort sofort so sehr gefallen hatte: die Freiheit, die Frauen (und nicht nur eine!), dass er schon bald seinen Auftrag vergessen hatte...

Für den Kinofilm versammelt der preisgekrönte Regisseur und Drehbuchautor mit David Kross, Jörg Schüttauf, Antonia Bill, Margarita Broich, Deleila Piasko, Detlev Buck, Tom Schilling Henry Hübchen u.v.m. einen bis in die Nebenrollen prominenten Cast. Kinostart ist am 19. Mai. Constantin Film

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