Stationäres Hospiz in Frankenberg soll Ende März fertig sein

Erst Schönheitsklinik, dann Medizinisches Versorgungszentrum, bald Hospiz: Das Gebäude im Bockental in Frankenberg wird derzeit umgebaut. Archivfoto:  Biedenbach

Frankenberg. Noch gleicht das ehemalige Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) im Frankenberger Bockental einer riesigen Baustelle, schon im kommenden Frühjahr will dort das Internationale Bildungs- und Sozialwerk Iserlohn (Int-bsw) ein stationäres Hospiz mit acht Betten eröffnen.

„Bis zum 31. März soll alles fertig sein“, kündigte Geschäftsführer Professor Heinrich Schnatmann bei einem Informationsbesuch des SPD-Unterbezirks vor rund 50 Gästen an. Insgesamt würden 2,5 Millionen Euro investiert.

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Obwohl noch „viel bewegt“ werden müsse, gab sich Schnatmann zuversichtlich, dass das Gebäude pünktlich bezugsfertig wird: „Wir haben bis jetzt immer unsere Termine eingehalten“, betonte der Geschäftsführer. Geplant sei auch der Ankauf von Nachbargrundstücken. „Zu einem solchen Haus gehört auch eine Außenanlage.“ Die Vermesser seien schon dagewesen, entsprechende Anträge bei der Unteren Naturschutzbehörde schon gestellt.

Dank an Christl Weimann 

Schnatmann hob noch einmal besonders den Einsatz von Christl Weimann hervor: Die Vorsitzende des ambulanten Hospiz’ habe doch „sehr zäh“ ihr Ziel verfolgt, erinnerte er und ergänzte: „Bei soviel Engagement kann es nur gelingen.“ Eine solche Einrichtung lebe vor allem auch vom Ehrenamt. Hospiz sei ein Thema, das alle Menschen bewege, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer. Die Einrichtung eines stationären Hospiz sei ein „richtiger Schritt in die richtige Richtung“, so Sommer und verwies auf kürzlich veröffentlichte Untersuchungsberichte, wonach Patienten weniger Sterbehilfe in Anspruch nehmen würden, je besser die palliative Versorgung sei.

Die Anfang der Woche angerückten Handwerker - die laut Schnatmann alle aus dem Umfeld kommen - haben bereits ganze Arbeit geleistet: Schon im Eingangbereich erinnert kaum noch etwas an die ursprüngliche Einrichtung. Dort wurde mit Hilfe eines kleinen Baggers bereits begonnen, die Betontreppenstufen abzureißen. Auch die ehemaligen Operationssäle im ersten Stock sind Geschichte. Für die Räume im Erdgeschoss, unter anderem mit einer Autismus-Ambulanz, wird es einen separaten Eingang geben. „Die obere Etage ist ausschließlich für den Hospizbereich vorgesehen. Wir möchten, dass die Intimsphäre gewahrt bleibt“, sagt Schnatmann. Zusätzlich zu den acht Patientenzimmern werde es zwei Gästezimmer für Angehörige geben. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, ein zusätzliches Bett in die Patientenzimer zu stellen, falls Angehörige dort übernachten wollten.

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