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Stefan Pohlmann ist Schützenkönig in Heringhausen

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Der neue Heringhäuser Schützenkönig Stefan Pohlmann mit seiner Frau Claudia freuen sich auf die Regentschaft.
Der neue Heringhäuser Schützenkönig Stefan Pohlmann mit seiner Frau Claudia freuen sich auf die Regentschaft. © Barbara Liese

Nach drei Jahren war es wieder so weit: Die Heringhäuser Schützen haben einen neuen König proklamiert. Rund sechshundert Schuss hat es insgesamt gebraucht, bis Ortsvorsteher Stefan Pohlmann den zerschossenen Vogel in der Hand hielt.

Diemelsee-Heringhausen – Der neue Regent des Schützenvereins 1958 Heringhausen zeigte am Schießstand schnell, wie ernst es ihm war, die Krone zu erringen. Mit dem schnellen Trefferschuss aber hatte er selbst nicht gerechnet. Er schien überrascht, gleichzeitig auch glücklich und gerührt. Sichtlich überwältigt nahmen er und seine Frau, Claudia Pohlmann, die nicht enden wollenden Glückwünsche entgegen.

Stolz auf den Vogel war auch Ronny Kampf. Der Schreiner hatte zum ersten Mal einen „Königsadler“ gedrechselt und geschnitzt. „Ich freue mich fast genauso wie der König“, sagte er strahlend. „Es ist ja nicht irgendein Vogel. Kein Vogelbauer gibt sein Wissen preis. Jeder muss sich selbst erarbeiten, wie er ihn baut. Das ist ein Geheimnis. Und wie ich ihn gebaut habe, ist jetzt mein Geheimnis“, erklärte er. Wichtig war Ronny Kampf, dass der Adler nicht nur handwerklich perfekt auf der Stange sitzt, sondern auch anders aussieht als sein Vorgänger. Beides ist ihm gelungen und die Schützen waren zufrieden. Dieser erste Vogel wird sicher einen Ehrenplatz erhalten.

Auf dem Waldplatz im Heibrink wurde natürlich nicht nur geschossen. Es wurde generationsübergreifend gefeiert, gelacht und getanzt. Dieter Rummel, seit Anfang des Jahres 1. Vorsitzender des Schützenvereins, konnte seine Schützenfest-Premiere ganz entspannt genießen. „Auf unseren Festen treffen sich immer die Generationen. Gerade Jugendliche aus den umliegenden Orten wissen, dass wir Heringhäuser gut feiern können. Im Vorfeld haben alle mitgeholfen, und gerade die Frauen unterstützen uns sehr. Es ist mal wieder ein tolles Fest, aber ausruhen dürfen wir uns nicht. Auf uns wartet viel Nachwuchsarbeit.“

Bis zum Nachmittag musste der neue König warten, bis die Kompanie geschlossen zur Proklamation antrat. Wehmütig trennte sich Norbert Schiemann von der Königskette, die er wegen Corona länger als üblich tragen konnte.

Stefan Pohlmann wird sein Amt, da sind sich alle sicher, mit viel Engagement und Einsatz ausfüllen. Was ihm dieses Amt bedeutet wird er im Laufe der kommenden zwei Jahre erfahren. Jetzt braucht er erst mal ein bisschen Zeit. Und so war sein Kommentar zur Proklamation auch knapp: „Mir fehlen immer noch die Worte.“ Mit einem kleinen Festzug durch den Ort wurden der alte und der neue König nach Hause begleitet um abends, bis zum Einmarsch des Runkelzugs, den Königsball zu feiern. (Barbara Liese)

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