Wetschaft muss umgepumpt werden

Stieß Bohrkopf bei Münchhausen auf eine Bombe?

Lahntal. Bei Bauarbeiten zur Verlegung der Gasfernleitung bei Münchhausen (Landkreises Marburg-Biedenkopf) gibt es Probleme. Die Tunnelbohrmaschine ist auf ein Hindernis aus Metall gestoßen.

Das teilt Hessen-Mobil mit. 

Nun muss erst geklärt werden, ob es sich bei dem Hindernis vielleicht sogar um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Und dafür muss die Wetschaft umgepumpt werden.

Bei den Bauarbeiten für die Ortsumgehung von Münchhausen, Wetter und Lahntal (B 252) wird, wie berichtet, im südlichen Abschnitt des Bauprojektes bei Lahntal-Göttingen auf rund zweieinhalb Kilometern die dortige Gasfernleitung auf eine neue Trasse verlegt. Seit April laufen die Arbeiten unter Federführung der Open-Grid-Europe-GmbH als Eigentümerin der Gasfernleitung.

Unterhalb des Bachlaufes der Wetschaft wird laut Hessen-Mobil die neue Gastrasse in sogenanntem Microtunneling-Verfahren gebohrt. Dabei wird das Rohr unterirdisch verlegt. In diesem Bereich ist die Tunnelbohrmaschine auf ein metallisches Hindernis gestoßen, weswegen die Bohrungen nun unterbrochen wurden.

Der Bohrkopf, der durch das Metall beschädigt wurde, und das metallische Hindernis müssen nun freigelegt und geborgen werden. „Vor der Bergung muss untersucht werden, um welchen Gegenstand es sich bei dem metallischen Hindernis handelt“, teilt Hessen-Mobil weiter mit. Hierzu müssen Untersuchungsbohrungen bis zu einer Tiefe von fünf Metern erfolgen, um Kampfmittel, etwa Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, ausschließen zu können.

Da der Bohrkopf im unmittelbaren Bereich der Wetschaft liegt, sind die Untersuchungsbohrungen und die Bergung des Bohrkopfes nur mit einem vorübergehenden Umpumpen des Gewässers möglich. Um eine trockene, etwa zehn Meter breite Baugrube für diese Bergungsarbeiten graben zu können, muss die Wetschaft in dem betroffenen Bereich vorübergehend mit Pumpen umgepumpt und weiter bachabwärts wieder in das Bachbett eingeleitet werden und mit Hilfe von Dämmen und Spundwänden das Flussbett in diesem Bereich trockengelegt werden.

Um schnellstmöglich die Sondierungsbohrungen machen zu können, den Bohrkopf zu bergen und anschließend mit den Arbeiten an der Gasleitung fortfahren zu können, wird das Gelände für das Umpumpen des Bachlaufes vorbereitet. Dabei findet eine gewässerökologische Baubegleitung statt. In dieser und der kommenden Woche sollen die Pumpen und Rohranlagen in der Wetschaft installiert werden, informiert Hessenmobil. 

Rubriklistenbild: © dpa

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