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Stimmungsvolle Alphorn-Messe auf dem Willinger Ettelsberg zieht viele Gäste an

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Alphornbläser auf dem Ettelsberg bei Willingen spielen zur Alphornmesse
Eine stimmungsvolle Alphorn-Messe auf dem Willinger Ettelsberg hat am Sonntag viele Gäste angezogen. © Barbara Liese

Etwa 3000 Besucher haben am Sonntag die Alphorn-Messe auf dem Willinger Ettelsberg gefeiert.

Willingen - Hauptakteure waren die Alphornbläser, Chöre und Musikgruppen, die sich auf Willingens Hausberg versammelt hatten, um die Messe mitzugestalten, unter anderem die Odenwälder Alphornbläser, die Alphoner Brothers Tongeren aus Belgien und der Niederländer Paul van Gils mit seinen Musikanten.

Unter dem Motto „Bin im Wald!“ führten Pfarrer Christian Röhling, Pfarrerin Katrin Schröter und ihr Ehemann Pfarrer Kai Uwe Schröter und Dechant Bernd Conze mit Gemeindereferentin Angelika Schneider durch den ökumenischen Gottesdienst.

In diesem Jahr schallte am frühen Sonntagmorgen der Weckruf der Bläsergruppe der Waldeckischen Jägerschaft über Willingen. Die echten Willinger und Fans der Alphornmesse waren da allerdings schon längst wach und auf dem Weg zum „Berg“, wie sie den Ettelsberg liebevoll nennen. Bis zum Gottesdienstbeginn gut zwei Stunden später hatten rund 3000 Menschen den Aufstieg auf die Berghöhen des Waldecker Landes zünftig zu Fuß oder mit der Seilbahn geschafft.

Unterstützt und begleitet wurden die Messe von dem Posaunenchor Usseln, dem Chor „Die zwölf Räuber“, dem Musikverein Düdinghausen, der Schützenblaskapelle Willingen sowie von Paul Gils und seinen Musikanten aus den Niederlanden.

Unterm Gipfelkreuz mit dabei waren auch die Original Calmont Bläser, die Odenwälder Alphornbläser, die Alphoner Brothers Tongeren aus Belgien, natürlich die Willinger Alphornbläser und die Diemelhörner. „Die Alphornmesse auf dem Ettelsberg ist für uns alle ein fester Bestandteil im Kalender“, sagen die Odenwälder Alphornbläser. Sie sind wie viele ihrer Kollegen von Anfang an dabei und teilen mit ihnen den Spaß an dem besonderen Fest auf Siggis Hütte. „Der Gottesdienst hier oben in der Heide, die Atmosphäre und natürlich Siggi, das ist einmalig. Wir sind wie eine eingeschworene Familie.“

Alphornbläser sind sehr entspannte Musiker. Ohne lange Proben würfeln sie sich kurz vor Beginn der Veranstaltung zusammen. Die unterschiedlichen Stimmungen stehen jeweils zusammen, gefolgt von den verschieden Stimmen. So entstehen immer neue Gruppen mit immer anderen Musikern, die aber alle kein Lampenfieber haben und klingen, als wären sie ein einziges Orchester.

Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Gottesdienst mit Hüttenfest kam Wirt Siggi von der Heide vor 30 Jahren während eines Urlaubs in der Schweiz. Dort hatte er die Alphörner nicht nur gehört; er fing auch selbst an zu spielen. Was in der Schweiz auf einer Berghütte funktioniert, klappt auch auf einer Waldecker Berghütte, davon war er überzeugt. Nun nach drei Jahrzehnten ist aus der Idee längst eine Tradition geworden, die jedes Jahr tausende Besucher lockt.

Von Beginn an hat das Fürstenhaus die Schirmherrschaft übernommen und Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont führt diese Tradition fort. Für ihn, so sagte er in einer kurzen Ansprache, sei der Wald nicht nur Arbeit, sondern viel mehr ein Ort der Hoffnung, Zuversicht und Verlässlichkeit. Was auch immer passiert, der Wald werde sich verändern, aber er werde immer bleiben.

Mit dem Lied „Kein Schöner Land“ beendeten die Alphörner den Gottesdienst. Oben an und in der Hütte wurde nach der offiziellen Eröffnung mit dem Waldecker Lied das „Fest der Begegnung“ mit allen Musikern und Besuchern fröhlich gefeiert. (Barbara Liese)

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