Neue Corona-Vorschrift

Auch in Waldeck-Frankenberg: Einkaufen nur mit FFP2- oder OP-Maske

Beide sind ab Samstag erlaubt: Der Frankenberger Apotheker Dr. Johannes Benner zeigt links eine FFP2-Maske und zum Vergleich eine OP-Maske.
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Beide sind ab Samstag erlaubt: Der Frankenberger Apotheker Dr. Johannes Benner zeigt links eine FFP2-Maske und zum Vergleich eine OP-Maske.

Ab Samstag gilt die erweiterte Maskenpflicht. Wer einkaufen gehen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder einen Gottesdienst besuchen möchte, der muss nach einem Beschluss der hessischen Landesregierung dann eine Operations- oder FFP2-Maske tragen. Sie bieten einen besseren Schutz vor der Übertragung des Coronavirus.

Frankenberger Land - Stoffmasken – ob selbst genäht, geschenkt oder gekauft – sind dann für die genannten Zwecke nicht mehr erlaubt.

Mit einem ähnlichen Ansturm wie Mitte Dezember, als es in den Apotheken kostenlose Masken für Risikogruppen gab, rechnen die heimischen Apotheker zum Stichtag 23. Januar aber nicht. Trotzdem sind sie gut vorbereitet. „Wir haben ausreichend Masken am Lager“, versichert Dr. Johannes Benner, Inhaber der Frankenberger Eder-Apotheke. Über Zahlen spricht er nicht gern. Es seien „weit über 10 000“, sagt er auf Nachfrage.

Das „Kerngeschäft“ bildeten die sogenannten Coupon-Masken, sagt Benner. Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und solche, die mindestens 60 Jahre alt sind, erhalten für die Zeit vom 1. Januar bis 28. Februar (erster Coupon) sowie vom 16. Februar bis 15. April (zweiter Coupon) je sechs FFP2-Masken, die von den jeweiligen Krankenkassen bezahlt werden. Die Nutzer müssen allerdings pro Coupon zwei Euro zuzahlen (siehe Artikel unten).

Wer keine Masken per Coupon erhält, der kann FFP2- oder Operationsmasken auch in den Apotheken kaufen. Johannes Benner empfiehlt FFP2-Masken, die er zum Stückpreis von 4,95 Euro anbietet. Seine FFP2-Masken seien zertifiziert; sie schützten sowohl die Benutzer als auch alle anderen Menschen, die mit diesem in Kontakt kämen, sagt Benner. Die günstigeren OP-Masken, die er zum Stückpreis von einem Euro verkauft, schützten zwar andere, „aber nicht den Träger selbst“.

FFP2-Masken kann man mehrfach verwenden

FFP2-Masken hätten zudem den Vorteil, dass man sie mehrfach verwenden könne, sagt der Frankenberger Apotheker. Waschen sollte man sie allerdings nicht, weil dadurch die Filter-Membran zerstört würde. Aber wenn man mehrere FFP2-Masken nutze, könne man zwischendurch mal wechseln, wenn eine Maske feucht geworden sei. Eine feuchte OP-Maske hingegen könne man nur noch wegwerfen.

Auf den Verkaufspreis seiner FFP2-Masken angesprochen, verweist Johannes Benner darauf, dass diese „auch schon mal 8 Euro“ gekostet hätten. Er gebe den durch Massenbestellung erzielten Preisvorteil an die Kunden weiter.

Auch der Hatzfelder Apotheker Dr. Daniel Schulze-Englert hat mit Blick auf die erweiterte Maskenpflicht einen Vorrat angelegt. „Masken gibt es derzeit genug auf dem Markt“, sagt Schulze-Englert mit Blick auf frühere Engpässe. In seinem Lager befinden sich derzeit „zwischen 6000 und 8000 Masken“.

Hatzfelder Apotheker: Nicht zu Wucherpreisen

„Ich bekomme über die Bezugsscheine gutes Geld von den Krankenkassen und will die zusätzlich erforderlichen FFP2-Masken nicht zu Wucherpreisen abgeben“, erklärt der Hatzfelder Apotheker. Bei ihm kostet eine FFP2-Maske 2,95 Euro. Beim Discounter Aldi oder bei Lidl übrigens nur 99 Cent – wobei jedoch unklar ist, ob man die Qualität und Sicherheit dieser Masken miteinander vergleichen kann.

Verstärkte Nachfrage in Gemünden

In der Gemündener Rosen-Apotheke wurden im November und im Dezember im Durchschnitt jeweils 75 FFP2-Masken zusätzlich an unter 60-Jährige verkauft. Nach Angaben von Apotheker Steffen Schick habe sich dies aufgrund der Infektionslage und der neuen Vorgaben jetzt gravierend geändert. „Wir verzeichnen im Januar eine verstärkte Anfrage. Bis zum Donnerstag haben wir bereits eine Verdoppelung des bisherigen Durchschnittswerts festgestellt“, berichtete Schick.

Der Verkaufspreis pro FFP2-Maske liege bei ihm bei 2,30 Euro. Der Apotheker betonte, dass es in seinem Betrieb trotz der gestiegenen Nachfrage keinen Engpass gebe: „Wir verfügen über einen guten Vorrat.“ Sollte er sich dem Ende zuneigen, werde rechtzeitig nachbestellt.

Von Thomas Hoffmeister und Klaus Jungheim

Dr. Daniel Schulze- Englert

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