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Straßen leiser machen: Regierungspräsidium sammelt Vorschläge für Lärmaktionsplan

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Von: Lutz Benseler

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Belastung für Anlieger: Auf hohe Verkehrsbelastung machen B-252-Anwohner in der Gemeinde Burgwald immer wieder aufmerksam. Das
Auch Straßenabschnitte in den Waldeck-Frankenberger Städten und Gemeinden wie die B 252 in Burgwald sind auf der Lärmkarte eingezeichnet. © entstand bei einer Protestaktion in Ernsthausen. Archivfoto: Martina Biedenbach

Wo ist es im Landkreis zu laut und was kann man dagegen machen? Bis zum 22. Januar 2023 können Waldeck-Frankenberger Vorschläge für den neuen Lärmaktionsplan beim Regierungspräsidium einreichen.

Waldeck-Frankenberg – Allerdings gilt das nur für die Umgebung bestimmter Straßenabschnitte. Außerdem haben sie die Möglichkeit, auf ruhige Gebiete wie Parks, Grünbereiche oder Naherholungsgebiete hinzuweisen, in denen die Ruhe besonders geschützt werden sollte.

Der Straßenverkehr ist in Deutschland die Lärmquelle Nummer eins. Zwar sind moderne Autos, Laster und Busse deutlich leiser als ihre Vorgänger, durch das kontinuierlich wachsende Verkehrsaufkommen steigt die Lärmbelastung trotzdem. Die Europäische Union (damals noch Europäische Gemeinschaft) hat deshalb 2002 beschlossen, etwas gegen den Lärm zu unternehmen.

Und das sieht die sogenannte „Umgebungslärmrichtlinie“ vor: In einem ersten Schritt sind Karten erstellt worden, in denen die aktuelle Lärmbelastung entlang der Hauptverkehrsstraßen eingezeichnet wird. Diese Karten bilden schließlich in einem zweiten Schritt die Grundlage für Aktionspläne gegen den Lärm. In Hessen sind für Letztere die Regierungspräsidien verantwortlich.

Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLuG) erstellt die Lärmkarten, die die Basis für die Aktionspläne bilden. Die Lärmbelastungswerte werden dabei rein rechnerisch auf Basis des Verkehrsaufkommens ermittelt. Kartiert werden Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 8200 Fahrzeugen pro Tag sowie die Haupteisenbahnstrecken und die Ballungszentren in Hessen. Das Ergebnis ist im Internet unter laerm.hessen.de einsehbar.

Auch Straßenabschnitte in den Waldeck-Frankenberger Städten und Gemeinden sind auf der Lärmkarte eingezeichnet. Dazu zählen beispielsweise Westring und Nordring (Landesstraße 3076) in Korbach, die Bundesstraßen 252 sowie B 253. Das Regierungspräsidium in Kassel plant nun, die Lärmaktionspläne für die Umgebung der in der Karte eingezeichneten Straßen zu aktualisieren.

Die betroffenen Bürger können schriftlich Anregungen und Vorschläge zur Lärmvermeidung einreichen. Das kann per Post, über ein Online-Formular unter beteiligungsportal.hessen.de oder oder per Mail an die Adresse: laermaktionsplanung-strasse@rpks.hessen.de geschehen.

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