Szenen und Motive rund um die Pandemie

Aus dem Corona-Alltag: Bad Wildunger Heimatforscher sammelt Fotos für eine Dokumentation

Stadtbummel nur mit Maske: Ein Hinweis für alle Passanten am Marktplatz in Fritzlar.
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Stadtbummel nur mit Maske: Ein Hinweis für alle Passanten am Marktplatz in Fritzlar.

Ein Bad Wildunger Heimatforscher sammelt Fotos aus dem Alltag im Zeichen der Corona-Pandemie.

  • Johannes Grötecke aus Bad Wildungen sammelt Fotos aus dem Leben mit Corona.
  • Motive und Szenen sollen für nachfolgende Generationen den Alltag im Zeichen der Pandemie dokumentieren.
  • Der Bad Wildunger fordert auch zur Kreativität beim Umgang mit dem Virus auf.

Bad Wildungen – Vor einem Jahr hätte keiner für möglich gehalten, wie die Corona-Pandemie inzwischen das gesamte Leben und den Alltag bestimmt. Maskenpflicht, Warteschlangen und zahllose Hinweisschilder auf Hygieneregeln sind Beispiele dafür. Der Bad Wildunger Johannes Grötecke möchte Szenen und Motive aus der Coronazeit sammeln, um dies für die Nachwelt zu dokumentieren.

Auch kreative und künstlerisch dem Virus begegnen

„Die Corona-Pandemie betrifft alle, und sie greift tief in das tägliche und persönliche Leben auf vielen Ebenen ein“, sagt der Lehrer an der Alten Landesschule in Korbach. Sein Ziel ist es, dies „einfach festzuhalten und zu dokumentieren, weil Nachgeborene in einigen Jahren kaum für möglich halten werden, was gerade geschieht“.

Interessierte können Fotos per E-Mail zuschicken

Zum anderen regt er an, der Bedrohung und Bedrückung durch das Virus etwas entgegen zu halten, „indem man es kreativ, künstlerisch betrachtet und aus dieser passiv-ängstlichen Haltung herauskommt“.

Alle Interessierten werden aufgerufen, Fotos aus Coronazeiten zuzuschicken an die Adresse johannes.groetecke@gmx.de. Gähnende Leere in öffentlichen Verkehrsmitteln, Hamstereinkäufe, kuriose Schilder, die Arbeit im Homeoffice – zahlreiche Motive bieten sich an.

Grötecke: „Ein Stück Kultur- und Mentalitätsgeschichte“

Vielleicht lasse sich aus den Fotos aus Coronazeiten gar etwas lernen, etwa wie vielschichtig das Virusproblem ist, dass es aber auch mit Ironie und Optimismus angepackt werden kann, „und dass wir trotz aller Kritik und Furcht da insgesamt gut herauskommen werden“, sagt Grötecke. „Insgesamt ist die Pandemie ein Stück Kultur- und Mentalitätsgeschichte, die wir sobald sicher nicht vergessen werden, und die wegen der Verbreitung und der Folgen auf den Alltag von Milliarden das Zeug hat, in die Geschichte einzugehen.“

Was aus der Idee einer Dokumentation wird, das weiß der 53 Jahre alte Bad Wildunger noch nicht. „Vielleicht eine Ausstellung.“  red

Abstand ist Ährensache: Hinweis bei der Altstadtbäckerei in Bad Wildungen.
Blickfang an der Straße: Eine Plakatwand in Coronazeiten.

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