Verkehrsberuhigung und Radverkehrs-Förderung

Tempo 30 und neue Vorfahrtsregelung jetzt „Am Kniep“ in Korbach

Tempo 30 gilt jetzt „Am Kniep“ in Korbach: Eine Fachfirma hat entsprechende Fahrbahnmarkierungen aufgebracht. Außerdem wurde die Vorfahrtsregelung verändert: Es gilt jetzt „rechts vor links“.
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Tempo 30 gilt jetzt „Am Kniep“ in Korbach: Eine Fachfirma hat entsprechende Fahrbahnmarkierungen aufgebracht. Außerdem wurde die Vorfahrtsregelung verändert: Es gilt jetzt „rechts vor links“.

Tempo 30 und neue Vorfahrtsregelung: Autofahrer müssen sich „Am Kniep“ in Korbach umgewöhnen. Die Stadt hat damit ein weiteres Projekt zur Radverkehrsförderung und Verkehrsberuhigung im Stadtgebiet zum Abschluss gebracht.

Korbach – Die Straße „Am Kniep“ sei dem Vorrangstraßennetz entzogen und zur Tempo-30-Zone umgewandelt worden, heißt es aus dem Rathaus. Mit der Herabstufung im Straßennetz verliert der Straßenzug auch seine Eigenschaft als durchgängige Vorfahrtsstraße. „Die Einführung der Rechts-vor-Links-Regelung sorgt automatisch für eine langsamere Fahrweise“, erläutert Bürgermeister Klaus Friedrich.

In den letzten Tagen hat der Bauhof die notwendige Beschilderung umgerüstet. Eine Fachfirma hat entsprechende Fahrbahnmarkierungen aufgebracht. Neben einer großen Tempo-30-Beschriftung machen gezackte Linien, sogenannte „Haifischzähne“, auf die Rechts-vor-Links-Regelung aufmerksam.

„Haifischzähne als Aufmerksamkeitseffekt sollen die Verkehrsteilnehmer an den Knotenpunkten auf die neue Vorfahrtsregelung hinweisen“ so der Bürgermeister. In den ersten Wochen stehen dort zusätzlich entsprechende Hinweisschilder mit Blitzleuchten.

Die Nebenstraßen zwischen Louis-Peter-Straße und Nordwall sind bereits seit mehreren Jahren verkehrsberuhigt. „Der Lückenschluss im Bereich Kniep definiert nun ein zusammenhängendes Stadtquartier, was überwiegend der Wohnbebauung dient“, fasst Bürgermeister Friedrich den planerischen Hintergrund zusammen.

Neben der Aufwertung der Wohnqualität soll die erweiterte Tempo-30-Zone laut Stadt auch der Radverkehrsförderung dienen. Der Kniep stellt jetzt als Nebenstraße eine weitere Alternativroute für den Alltagsradler im Stadtverkehr dar. Im vorhandenen Bestand seien separate Radwege oft nicht zu realisieren, informiert die Stadt: „Daher ist die Herabsetzung der Geschwindigkeit ein wichtiges Element der Radverkehrsförderung im innerstädtischen Bereich.“

Ein weiteres Radwegprojekt steht voraussichtlich noch in diesem Jahr an: Hessen-Mobil plant eine Deckenerneuerung in der Briloner Landstraße auf knapp einem halben Kilometer. Kosten: Rund 350 000 Euro. Gemeinsam mit der Stadt Korbach soll dabei auch eine Radfahrspur angelegt werden. Wann die Bauarbeiten starten, ist noch nicht endgültig zwischen Hessen-Mobil und der Stadt abgestimmt. Während der Bauzeit wird es eine Vollsperrung geben.

Im Bereich der Arolser Landstraße soll außerdem die Anbindung an den Zentralen Omnibusbahnhof und in Richtung Berndorf verbessert werden. Im Investitionsplan der Stadt Korbach sind in diesem Jahr insgesamt 150 000 Euro für die Verbesserung der Radwege und Erweiterung der Infrastruktur vorgesehen.

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