Bühne ragt in den Bottendorfer Teich

Heimatverein Bottendorf plant historisches Schauspiel

Kleine Kostprobe: Wilhelm Ernst mit der Klampfe und Autor Erich Reitz singen das Lied vom Wasser-Predigen und Wein-Saufen.

Bottendorf. Eine zwölf Meter lange Bühne am Teich und Ränge für 1000 Zuschauer: Der Heimatverein Bottendorf hat erläutert, was er beim Theaterstück über Landgraf Philipp vorhat.

Zu einem Familien- und Informationsnachmittag lud der Heimat- und Kulturverein Bottendorf alle Mitbürger an die Freizeitanlage am Wolkersdorfer Teich ein. Hauptgrund für das gesellige Beisammensein bei Kaffee und Kuchen war die Vorstellung des Ortes, an dem im Juli das historische Schauspiel „Philipp der Großmütige“ von Erich Reitz aufgeführt werden wird.

„Es gibt einiges zu lachen, aber es ist keine Komödie“, betonte der Autor, der einen Überblick über Leben und Wirken des Landgrafen gab. Dieser brachte seine geliebte Zweitfrau Margarethe im heute nicht mehr bestehenden Jagdschloss unter. „Wir befinden uns hier an historischer Stätte“, sagte Reitz, „die Sternstunde der Reformation hat in unserer Gegend stattgefunden.“

Der Hobby-Autor hat umfangreiche Recherchen betrieben, um in allen Sachfragen fit zu sein. Die Personen im Stück sind außer einem fiktiven Erzähler, der durch das Geschehen führt, historisch belegt. Eingebaut wurden auch Gespräche in Bottendorfer Platt und Einlagen mit Renaissance-Tänzen. „Es gibt einiges für das Auge“, verspricht Reitz. Das Stück besteht aus drei Akten mit insgesamt 30 Szenen.

Sie haben in puncto Theater alles im Blick: (von links) Heinz Klem, Sandra Leonbacher, Alessandro Casella, Dieter Scholl, Erich Reitz, Wilhelm Pohlmann. Fotos: Moniac

Für die Realisierung der Aufführung scheut der Heimatverein weder Kosten noch Mühen. So wird die zwölf Meter lange Bühne ein Stück weit in den Teich hineinragen. Auch für Kutschen, Reiter und eine Jagdgesellschaft wird Platz vorhanden sein.

Auf der benachbarten Wiese wird ein Zuschauerzelt mit 1000 Plätzen errichtet, sodass niemand schlechtes Wetter fürchten muss. Damit das Geschehen von allen Plätzen gut verfolgt werden kann, wird es zusätzlich auf eine große Leinwand projiziert.

Des Weiteren gibt es mehrere Versorgungszelte. „Wir haben schon jetzt die Unterstützung des Angel- und des Schützenvereins und der Landfrauen“, freute sich Vorsitzender Heinz Klem. Als Schirmherr konnte Landesbischof Martin Hein gewonnen werden. (zmm)

Mehr Infos über den Landgrafen, alle Aufführungstermine und die Karten-Vorverkaufsstellen finden Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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