Tatwaffe noch nicht gefunden

Tödlicher Messerstich in Marburg: Motiv für Streit weiter unklar

Marburg. Die Motive für den tödlichen Streit in der Marburger Oberstadt sind noch völlig unklar. Auch die Tatwaffe, mit der am Sonntagmorgen ein 20-Jähriger zunächst schwer verletzt worden war, ist bisher noch nicht gefunden worden.

Zu der Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang war es am Sonntag gegen 5.45 Uhr am Schuhmarkt unterhalb des Marburger Marktplatzes gekommen. Wie Annemarie Petri, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Marburg, auf Nachfrage erklärte, soll eine größere Personengruppe in dem Streit verwickelt gewesen sein.

Einige der Beteiligten sollen stark alkoholisiert gewesen sein.

Was letztendlich den Ausschlag für die Messerattacke lieferte, ist den Ermittlern bisher nicht bekannt. „Die Motive sind völlig unklar“, sagte Annemarie Petri am Montagnachmittag. Auslöser des Streits könnte ein Einstecktuch gewesen sein, das einem der Beteiligten aus der Brusttasche gezogen worden war.

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Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft hatten schnell einen 26-jährigen als Tatverdächtigen ausgemacht. Der Marburger Student erschien am Sonntagmittag mit seinem Anwalt bei der Polizei in Marburg. Er wurde daraufhin vorläufig festgenommen.

Der junge Mann räumte laut Annemarie Petri in der Vernehmung ein, am Sonntagmorgen ein Klappmesser dabei gehabt und dieses während des Streits auch aufgeklappt zu haben.

Die weiteren Angaben des Tatverdächtigen müssten nun noch überprüft werden, so die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft.

Das Messer hatte der 26-Jährige nach dem Vorfall in der Reitgasse entsorgt. „Wir haben das Tatwerkzeug noch nicht gefunden“, erklärte Annemarie Petri.

Nach der am Montag vorgenommene Obduktion des Opfers, das im Uniklinikum gestorben war, steht fest, dass der 20-Jährige an den Folgen eines einzelnen Messerstiches gestorben ist.

Aufgrund des bisherigen Ermittlungsstands wird die Staatsanwaltschaft laut Petri nun Haftbefehl stellen, damit ein Richter für den 26-jährigen Tatverdächtigen Untersuchungshaft anordnen kann. (mi)

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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