Opfer offenbar mit Schwert getötet

Tötungsdelikt in Buchenau: Ermittler bitten um Hinweise

Buchenau. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach der Gewalttat in Buchenau (Landkreis Marburg-Biedenkopf) bitten die Staatsanwaltschaft und die Kripo Marburg um Hinweise.

Aufgrund der bisherigen Ergebnisse bitten die Ermittler alle Bürgerinnen und Bürger, die am Dienstag, 13. Januar, von Frühmorgens bis zur Mittagszeit in Buchenau oder angrenzenden Ortsteilen zu Fuß oder in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Frau mit einem Reisetrolley gesehen haben, sich zu melden. Entsprechende Hinweise bitte an die Kripo Marburg, Tel. 06421/406-0.

Der Tote, der am Donnerstag, 15. Januar, in seiner Wohnung in Buchenau gefunden wurde,ist offenbar mit einem Schwert getötet worden. Das hatte die Staatsanwaltschaft am darauffolgenden Freitag nach der Obduktion des 58-Jährigen mitgeteilt.

Am Morgen des Donnerstags war die Polizei in den Dautphetaler Ortsteil gerufen worden – es war dem Vernehmen nach nicht der erste Einsatz an der Adresse in dem von acht Parteien bewohnten Block. Was die Beamten diesmal vorfanden, sprengte jedoch alles bisher Erlebte: In seinem Bett war ein 58-jähriger Mann verblutet. Verletzt durch eine Vielzahl von Schnitt- und Stichverletzungen, vornehmlich im Bereich des Brustkorbs.

„Wir gehen davon aus, dass der Mann auch dort getötet worden ist, wo er aufgefunden wurde“, sagte die Marburger Oberstaatsanwältin Ute Sehlbach-Schellenberg.

In unmittelbarer Nähe des Tatortes fand die Polizei ein Schwert. Man geht davon aus, dass dies die Tatwaffe ist. Allerdings sei nicht ausgeschlossen, dass es weitere gegeben habe, so Sehlbach-Schellenberg.

Schon am Freitagmorgen nahm die Polizei „eine weibliche Person aus dem näheren familiären Umfeld“ fest. Es handelt sich um die Tochter des Getöteten, die mit dem pflegebedürftigen 58-Jährigen und ihrem zehnjährigen Sohn in der Wohnung lebte. „Ich habe ihn nicht getötet“, soll sie versichert haben.

Angesichts der psychischen Verfassung der Frau hat die Staatsanwaltschaft ihre einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik beantragt. (dör)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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