1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck

Trotz teurer Energie: Waldeck-Frankenbergs Bäder bleiben vorerst warm

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Hoffmeister, Lutz Benseler

Kommentare

Drei Mädchen springen in ein Becken im Immenhäuser Freibad.
Trotz hoher Energiepreise gibt es in den Schwimmbädern in Waldeck-Frankenberg derzeit noch keine konkreten Bestrebungen, die Wassertemperatur zu senken. (Symbolfoto) © Tanja Temme

Trotz hoher Energiepreise gibt es in den Schwimmbädern in Waldeck-Frankenberg derzeit noch keine konkreten Bestrebungen, die Wassertemperatur zu senken. Das haben die Betreiber der Bäder mitgeteilt.

Waldeck-Frankenberg – „Die Einsparpotenziale durch eine mögliche Absenkung der Wassertemperatur sind im vierstelligen Bereich, jedoch haben wir uns bewusst gegen diese Maßnahme entschieden, da in den Becken unter anderem auch Reha Kurse stattfinden, wo eine gewisse Temperatur einfach erforderlich ist“, sagt Christian Stahlhut, Betriebsleiter des Freizeitbads Arobella in Bad Arolsen.

Auch Wolfgang Wilhelm, Geschäftsführer der Bäderbetriebsgesellschaft in Korbach, hält persönlich eine Absenkung der Wassertemperatur nicht für sinnvoll: „Eine Reduzierung der Temperatur führt zu einer Reduzierung der Badegäste“. Über Energiesparmaßnahmen entscheiden werde aber der Gesellschafterausschuss Bad in einer seiner nächsten Sitzungen.

Ob die Temperatur des Badewassers im Frankenberger Freibad in der kommenden Saison leicht abgesenkt wird, um Energie zu sparen, ist nach den Worten von Badebetriebsleiter Manuel Emde noch offen. „Das wird noch geklärt, daher kann ich noch keine Aussage dazu treffen“, sagte Manuel Emde auf Anfrage dieser Zeitung.

Diskutiert, aber noch keine Entscheidung

Ähnlich äußerte sich Dirk Dornseif, der Leitende Schwimmmeister für die Frei- und Hallenbäder in Battenberg: „Wir haben das mal andiskutiert. Es ist aber noch keine Entscheidung gefallen.“ Vorstellbar wäre es laut Dornseif, das Badewasser im Battenberger Freibad nur noch auf 22 oder 23 Grad zu erwärmen. Bisher tummeln sich dort die Badefreunde bei 24 Grad. Eine Umstellung auf Solartechnik zur Erwärmung des Wassers ist laut Dornseif in Battenberg aus Kostengründen nicht möglich.

Anders sieht die Lage im Dodenauer Freibad aus, das bereits über eine Anlage verfügt, über die die Sonne das Badewasser teilweise erwärmt, außerdem über eine Folie, die über Nacht das Becken abdeckt und damit sowohl Verdunstungen als auch das Auskühlen des Badewassers vermindert. Deshalb werde das Dodenauer Freibad auch künftig über 26 Grad warmes Badewasser verfügen, kündigte Dornseif an.

Völlig unabhängig vom weltweiten Energiemarkt ist unterdessen das von einem Förderverein betriebene Freibad im Diemelseer Ortsteil Vasbeck: Es bezieht Nahwärme aus einer örtlichen Biogasanlage.

Auch interessant

Kommentare