Twistetal investiert 500.000 Euro in moderne Verwaltung

Twister Rathaus wird digital

Männer mit Masken sehen sich in einem Büro mit neuem Schreibtisch um.
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Ortstermin des Bauausschusses im Twister Rathaus: Bürgermeister Stefan Dittmann (links) stellt sein neues Büro vor.

Im Rathaus an der Twiste wird derzeit die zweite Jahresrate in Höhe von 250.000 Euro für die grundlegende Sanierung des Verwaltungsgebäudes verbaut. Mitglieder des Gemeinde-Bauausschusses informierten sich bei einem Ortstermin über den Baufortschritt.

Twistetal-Twiste - In dem ehemaligen Verwalterhaus des Twister Gutshofes werden alle Büros von Grund auf saniert. Die hohen Decken wurden abgehängt, strapazierfähiger Teppichboden verlegt.

Sämtliche Elektroleitungen wurden in umlaufende Kabelschächte gelegt, damit künftige an jedem Arbeitsplatz Datenkabel unkompliziert angeschlossen werden können.

Bürgermeister Stefan Dittmann erläuterte das Raumkonzept und verwies auf das neue Bürgerbüro direkt am Eingang. Während ein gläserner Windfang den Zugang zu den Büros markiert, können die meisten alltäglichen Anliegen der Bürger gleich an einer Servicetheke erledigt werden.

Mehr Platz und mehr Licht

Bereits bei einer früheren Sanierung wurde die Fassade wärmegedämmt und ein barrierefreier Zugang über eine Rampe am Hintereingang geschaffen. In diesem Bereich entsteht nun eine barrierefreie Toilette. Die bisherigen Toiletten auf den Zwischenetagen bleiben aber erhalten und werden ebenfalls modernisiert.

Im ersten Geschoss befinden sich das Bürgermeisterbüro und der Sitzungssaal. Hier sorgt nun eine indirekte Beleuchtung für besseres Licht. Ein neuer, schmalerer Tisch beendet die bisherige Enge. Für Videokonferenzen wird ein großer Bildschirm mit der nötigen Technik montiert.

Die Fassade wurde schon vor Jahren erneuert: Das Rathaus von Twiste im Schnee.

„Wir haben viele Headsets und Kameras angeschafft, damit künftig noch mehr Mitarbeiter an solchen Videokonferenzen und Schulungen teilnehmen können“, berichtete der Bürgermeister.

Die größten Veränderungen hätten aber im Dachgeschoss stattgefunden. Diese bisher nur als Archiv genutzten Räumen seien entrümpelt und zu modernen Büros umgebaut worden. So verfüge die Verwaltung nun für genügend Raum, um auch mal externe Prüfer oder Auszubildende angemessen unterbringen zu können.

Viel Platz unterm Dach

Neu sei auch der Sozialraum mit Teeküche für die Pausen der Mitarbeiter. An dem langen Tisch aus dem alten Sitzungssaal könne im Bedarfsfall auch eine Einsatzzentrale für den Katastrophenschutz eingerichtet werden. Dazu gehöre auch der weitere große Bildschirm für Videokonferenzen.

Insgesamt ist die Modernisierung des Twister Rathauses mit rund 500.000 Euro kalkuliert und auf zwei Jahre angelegt. Bisher seien rund 300.000 Euro verbaut, berichtete Dittmann.

Rathaussanierung: Markant ist diese Zwischentür mit Jugendstil-Ornamenten aus weißem und blauem Glas.

Die Fertigstellung erfolge wohl im Laufe des Jahres. Ein genauer Zeitpunkt sei schwer zu nennen, weil alle Arbeiten im laufenden Betrieb erfolgten und sowohl für die Handwerker als auch für die Mitarbeiter der Gemeinde eine besondere Herausforderung darstellten.

Hilfreich sei allerdings, dass wegen der Einschränkungen der Corona-Pandemie weniger Publikumsverkehr stattfinde. (Elmar Schulten)

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