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Überraschung bei der Rückkehr des Edertaler Storchenpaars

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„Paarung“ einmal andersrum: Auf diesem Bild ist das Weibchen oben zu sehen.
„Paarung“ einmal andersrum: Auf diesem Bild ist das Weibchen oben zu sehen. © Hermann Sonderhüsken

Wenige Tage nach dem ersten Storch ist auch der Partner aus dem Winterquartier zurückgekehrt ins Edertal.

Edertal – Die Ankunft der Adebare hielt einige Überraschungen für Beobachter parat.

Wetterbedingt konnte beim Eintreffen des ersten der Edertaler Störche der Beinring nicht abgelesen und deshalb das Geschlecht nicht festgestellt werden. Inzwischen ist klar: Das Weibchen ist diesmal am 11. Februar 2022 auf den Horst an der Giflitzer Wesemündung in die Eder heimgekehrt, und zwar so früh wie noch nie seit der Wiederansiedlung der Störche im Edertal.

„Paarung“ der Störche verblüfft Beobachter

Das Männchen folgte bereits am 13. Februar 2022. In den folgenden Tagen ist das Paar dann immer wieder auf den Wiesen und Feldern in der Region bei der Futtersuche beobachtet worden, nie jedoch im Horst.

Am Samstag kurz vor 9 Uhr meldete Erika Geidel: „Beide Störche sind im Nest.“ An den Beinringen waren beide eindeutig als die angestammten Edertaler Storchennestbewohner zu identifizieren: Das Weibchen mit HES SE 142, beringt 2008 am Zoo in Basel in der Schweiz, und das Männchen mit DER AL 925, beringt 2013 im „Storchendorf“ Freistett südlich von Karlsruhe.

Verblüfft waren Storchenkenner über die mit den Beinringen dokumentierte „Paarung“ der beiden Weißstörche: Das Weibchen war eindeutig oben. Freunde der Edertaler Störche hoffen, dass die Paarung noch einmal richtig vollzogen wird, denn sonst wird es nichts mit dem Nachwuchs. In den vergangenen Jahren wurden immer zwei bis fünf Junge im Nest an der Wese großgezogen, im vergangenen Jahr waren es vier.

Nach der spannenden Heimkehr der Frühlingsboten hoffen viele Besucher wieder auf ein interessantes Storchenjahr. (Hermann Sonderhüsken)

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