Jury im Dorf-Wettbewerb war zu Gast

"Unser Dorf": Frohnhausen zeigt sich als intakte Dorfgemeinschaft

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Im Garten von Marianne Voigt: Die Kommission beim Dorfrundgang in Frohnhausen.

Frohnhausen. Die Bewertungskommission für den Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" hat sich am Montag im Battenberger Stadtteil Frohnhausen umgeschaut. 

Wie man sich als Ort mit rund 360 Einwohnern den Herausforderungen der Zukunft stellt: Das hat der Battenberger Ortsteil Frohnhausen nach den Worten von Kommissionsleiterin Sigrid Göbel beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ überzeugend gezeigt. Die Bewertungskommission war am Montag fast drei Stunden im Dorf unterwegs.

Die Gemarkung umfasse 800 Hektar, etwa die Hälfte davon Wald, sagte Ortsvorsteher Klaus Hallenberger. Was Frohnhausen vielleicht an Infrastruktur fehle, mache der Ort mit seinen aktiven Vereinen wieder wett, zeigte sich Ortsbeiratsmitglied Frank Runzheimer überzeugt. Feuerwehr, Burschenschaft, Posaunenchor, Heimat- und Verschönerungsverein sowie der Sportverein sorgen für ein reges Vereinsleben. Und: Wenn es darauf ankommt, ziehen alle Vereine an einem Strang. Großveranstaltungen wie der im August wieder anstehende Feldtag werden mit großem Engagement von allen gemeinsam gestemmt.

„Die Ulme und die Kirche stechen immer ins Auge“, sagte der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Bernd Strieder. In Frohnhausen gebe es keine „ausgeräumte Feldgemarkung“, sondern sehr viel Grünland und große Gärten.

Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder der Bewertungskommission vom Garten der Frohnhäuserin Marianne Voigt. Ihr Garten gefalle nicht jedem, weil dort auch Brennnesseln wachsen dürften, sagte Marianne Voigt. „Aber für Tiere ist das hier ein Paradies.“

Auf „Semmersch Hof“ lernte die Kommission Melanie Moog kennen, die gerade ihr Pferd „Casper“ striegelte. Moog züchtet auch seltene Geflügelarten, zum Beispiel Bergische Schlotterkämme oder Pommerngänse.

Von 360 Einwohnern sind 120 Mitglied bei der Feuerwehr, erfuhr die Kommission. Unter der Leitung von Oliver Feige zeigte die Jugendwehr ihr Können. Einige der Nachwuchs-Brandschützer sprinteten gleich weiter zum Dorfgemeinschaftshaus und spielten mit dem Posaunenchor „Geh aus, mein Herz“ für die Bewertungskommission. Ortsvorsteher Hallenberger erläuterte dort die Pläne für die Neugestaltung des Spielplatzes als Mehrgenerationen-Park.

„Frohnhausen hat Zukunft“, stellte Battenbergs Bürgermeister Christian Klein am Ende des Rundgangs fest. „Und das haben die Frohnhäuser heute auch gezeigt.“

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