Umbau Hartplatz Dietrichskehle 

Vereine und Schulen für Kunstrasenplatz in Gemünden

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Hier  drehen Sofia Muratidi und Christopher Ritter ihre Runden auf dem Sportplatz Dietrichskehle in Gemünden.

Gemünden. Der Gemündener Sportplatz Dietrichskehle soll saniert werden. Strittig ist, ob der Hartplatz durch einen Kunstrasenplatz ersetzt wird.

Bei einer Ausschusssitzung sprachen sich jetzt der TSV Gemünden, des SSV Bunstruth und die Cornelia-Funke-Schule (CFS)dafür aus. Nun soll mit Kommunen und Vereinen gesprochen werden, die bereits einen solchen Platz haben, bevor eventuell eine Machbarkeitsstudie erstellt wird.

Die Ausgangslage

Der Aschenplatz Dietrichskehle sei ganz klar stark sanierungsbedürftig, sagte Bürgermeister Frank Gleim. Ursprünglich war eine Erneuerung geplant. Dafür gebe es einen Zuschuss von 130 000 Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm. Das könne Geld man aber auch umwidmen, so Gleim. Er stellte Kunstrasen-Beispiele aus anderen Kommunen vor. Bei diesen schwankten die Kosten aber stark (zwischen 370 000 und über 500 000 Euro) und es gibt andere Besitzverhältnisse. Der Gemündener Platz gehört dem Landkreis. Von dessen Seite sei aber keine finanzielle Hilfe zu erwarten, sagte Gleim. Er wies daraufhin, dass bei der Planung auch Folgekosten und Logistik bedacht werden müssten, etwa wer die Platzvergabe für einen umzäunten Platz übernimmt.

Standpunkt SSV Bunstruth

„Wir würden uns über einen Kunstrasenplatz freuen“, sagte Achim Seibel. Er schränkte aber gleichzeitig ein, dass mit den Platz wohl hauptsächlich im Herbst und Winter nutzen. Denn der Verein könnte auch auf den Hartplatz in Haina und zwei Rasenplätze zurückgreifen.

Standpunkt Schule

Theo Schätte erklärte im Namen der CFS, man wünsche sich einen Kunstrasenplatz: „Die Kinder mögen den Platz so nicht, sie verletzen sich dort leicht.“ Daher nutze die Schule den Platz momentan wenig. Die Schule wünscht sich aber noch mehr: „Wir hätten gerne eine richtige 100-Meter-Bahn und eine Sprunggrube“. Mit besseren Bedingungen könne man auch leichter das Interesse der Kinder an Leichtathletik und Sport wecken.

Standpunkt TSV Gemünden

Dirk Rief sprach für den TSV Gemünden, „den zukünftigen Hauptnutzer“. Er sprach sich für einen Kunstrasenplatz aus. Das würde Gemünden als Austragungsort und Sportstätte attraktiver machen. Auch wenn man die Entwicklung der Spielerzahlen nicht voraussagen könne, gebe es momentan genug Nutzer für den neuen Platz. Wie sein Vereinskollege Klaus Wegner regte er die Erstellung einer Machbarkeitsstudie an.

So geht es weiter

Der Aussschuss entschied nach längerer Diskussion, erst einmal andere Kommunen wie Bad Wildungen und Stadtallendorf zu kontaktieren, die schon Kunstrasenplätze haben. Mehrfach fiel der Name Burkhard Specht. Der Vorsitzende des TSV Battenberg soll zur nächsten Ausschusssitzung eingeladen werden und von seinen Erfahrungen mit den Kunstrasenplätzen in Battenberg und Allendorf berichten. Außerdem soll bezüglich der Wünsche der Schule noch einmal der Schulträger, also das Gebäudemangement des Landkreises, kontaktiert werden.

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