Bereits der sechste Brand innerhalb von zehn Tagen in dem Lichtenfelser Stadtteil

Münden: Feuer in Viehunterstand - Brandstiftung vermutet

Feuer in einem Viehunterstand, in dem auch Stroh lagert, wird von Feuerwehrleuten gelöscht.
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Der bereits sechste Brand in Münden innerhalb von zehn Tagen: In der Nacht zu Dienstag ging ein Viehunterstand in Münden in Flammen auf, in dem auch Strohballen gelagert waren.

Ein großer Viehunterstand, in dem auch zahlreiche Strohballen gelagert waren, hat in der vergangenen Nacht in Münden gebrannt. Es wird Brandstiftung vermutet.

Lichtenfels – Tiere und Menschen kamen nicht zu Schaden. Es ist nach Angaben von Stadtbrandinspektor Klaus Debus der bereits sechste Brand in Münden innerhalb von zehn Tagen. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass es sich um Brandstiftung handelt“, erklärt Debus. Es seien weder elektrische Anlagen vorhanden gewesen, noch sei Brandbeschleuniger gelagert worden.

Der Brand des 25 mal 25 Meter großen Viehunterstands und Lagers Auf der Gaßhecke in Münden wurde um 22.47 Uhr gemeldet. Alarmiert wurden die Feuerwehren Lichtenfels-Süd, zu der Münden, Sachsenberg, Neukirchen Dalwigksthal und Rhadern gehören, sowie der komplette Löschzug aus Medebach mit Drehleiter.

„Denn ganz in der Nähe des Viehunterstands steht ein großer Stall mit 170 Tieren, und es war ein Großbrand gemeldet worden“, erklärt der Stadtbrandinspektor das Großaufgebot von rund 80 Einsatzkräften. Gelöscht war der Brand gegen 1.30 Uhr in der Frühe; der Landwirt hatte mit einem Radlager die Strohballen auf die angrenzende Wiese gefahren, wo sie abgelöscht wurden.

Am Montag vor einer Woche habe die Brandserie begonnen, erklärt Klaus Debus. „Vormittags brannte ein Strohballen, um 17 Uhr zwei Strohballen, um 23 Uhr ein Radlager auf den Orkewiesen und nachts um 1.15 Uhr standen 15 Strohballen in Flammen. Am vergangenen Samstagabend um 23.15 Uhr wurde der Brand eines kleineren Geräteschuppens gemeldet“, zählt Klaus Debus auf. Immer waren die Feuerwehren Lichtenfels-Süd im Einsatz, insgesamt drei Mal auch der Löschzug aus Medebach. Es seien unterschiedliche Landwirte betroffen, so Debus. In der gestrigen Nacht waren auch Bürgermeister Henning Scheele und Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick vor Ort.

Die Kripo Waldeck-Frankenberg sei eingeschaltet, erklärt Manuel Luxemburger, Sprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg: „Wir gehen von Brandstiftung aus, ermitteln aber in jede Richtung. Wir bitten die Mündener, vor allem nachts aufmerksam zu sein und Beobachtungen zu melden“. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 06451/72030 entgegen. Von Marianne Dämmer

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