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Vielseitigen Leiter des Posaunenchors Berndorf verabschiedet

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Von: Armin Haß

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Der Leiter des Posaunenchors Berndorf, Fabian Küthe (hinten, 2. von links), wurde verabschiedet. Links neben ihm Landesposaunenwart Andreas Jahn.
Der Leiter des Posaunenchors Berndorf, Fabian Küthe (hinten, 2. von links), wurde verabschiedet. Links neben ihm Landesposaunenwart Andreas Jahn. © Armin Haß

Twistetal-Berndorf – „Ich brauchte noch einen achten Wochentag, um das alles zu schaffen“, scherzt der langjährige Leiter des Posaunenchors Berndorf nach seiner bewegenden Verabschiedung und begründete so gegenüber der WLZ das Ende für diese ehrenamtliche Tätigkeit.

Der Industriemeister, der bei der Firma Continental auf der Stelle eines Ingenieurs tätig ist, pflegt außer der geliebten Musik noch den Motorsport für sich als Hobby. Das Herz des 29-Jährigen schlägt halt auch für den Motocross.

Mit 16 Jahren begann er als Chorleiter beim Posaunenchor Sudeck, das Dirigat hatte er vom Pfarrer Gerhard Reuse übernommen. Zeitgleich kam der Posaunenchor Berndorf für den Adorfer hinzu. Zudem war er als Leiter des Spielmanns- und Musikzuges Adorf aktiv, den er weiterhin führen möchte.

Die Arbeit mit den Bläsern in Berndorf musste er aus Zeitgründen aufgeben. Immerhin hatte er die berufliche Ausbildung inklusive Meistertitel neben diesen Aufgaben absolviert. Nun also der Abschied: Schweren Herzens, wie sich zeigte. Mit einem bunt gemischten Repertoire an Liedern vom Barock über Kirchenlieder bis hin zu den Beatles und einem gut eingespielten Posaunenchor gab Fabian Küthe am Sonntag beim Abendlieder-Konzert in der voll besetzten Kirche Berndorf seinen Ausstand.

Zum Abschluss stimmten die Bläser den Beatles-Klassiker „Hey Jude“ an. Bei den Disco-Abenden in Adorfer sei der Titel als Rausschmeißer gespielt wordem, erinnerte Fabian Küthe an sein „anderes Leben“ als Musiker. Zu dem Posaunenchor gewandt, sagte er: „Ihr seid wirklich klasse!“

Pfarrerin Angela Lehmann, die selbst die Posaune in dem Ensemble spielt, dankte Küthe für sein Engagemnt, mit dem er den Bläserkreis anspornte und mit immer neuen Chorälen vertraut machte. „Dicke-Backen-Musik, Swing-Titeln und jüdische Tänze“ gehören nach Auskunft der Pfarrerin dazu.

Landesposaunenwart Andreas Jahn dankte dem engagierten Chorleiter. Küthe hatte 2002 als Jungbläser mit der Trompete begonnen und wagte sich später an die schwer zu spielende Sopran-Posaune. Als besonders talentierter und neugieriger Musiker wurde Küthe ins Landesjugendposaunenorchester aufgenommen.

Bis 2020 vertrat er als Kreisbeauftrager im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg die Belange der Bläser, jetzt er fungiert er noch als stellvertretender Beauftragter.

„Eine Bilderbuchkarriere!“, sagte Jahn. Jetzt fehle nur noch die Übernahme des Postens als Landesposaunenwart. Auf die Übergabe der Ehrennadel muss Küthe noch etwas warten. Sie lag bereits in Berndorf vor, ging aber auf dem Weg zur Kirche irgendwie verloren. Als Präsent bekam Fabian Küthe vom Chor drei Unterrichtsstunden bei dem Bottendorfer Blechbläser-Spezialisten Sebastian Stricker.

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