Gefahr für Autos und Fußgänger durch Pilz: Kiefern bei Vöhl müssen weichen

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Gegensätze: Raimund Weber und Maria-Rita Norkowski vom Forstamt Vöhl zeigen, wie ein gesunder und ein kranker Kiefern-Zweig (links) aussehen. 

Vöhl-Herzhausen. Auf knapp drei Hektar in und bei Herzhausen müssen derzeit zahlreiche Kiefern gefällt werden. Ein Pilz sorgt dafür, dass die Bäume absterben.

Weil die Kiefern direkt an der Bundesstraße 252 stehen, müssen sie weg – um Fußgänger und Fahrzeuge nicht durch herabfallende Äste zu gefährden.

Diplodia pinea heißt der Pilz, der grundsätzlich in jeder Kiefer steckt. Schaden kann er den Bäumen nicht – zumindest unter guten Bedingungen. Weil viele Kiefern bei Herzhausen aber aufgrund von viel Sonne und wenig Regen geschwächt und gestresst sind, hat sich Diplodia pinea in einen Parasiten verwandelt.

„Die ersten Schäden haben sich bereits im Winter 2016/2017 gezeigt“, berichtet Revierleiterin Maria-Rita Norkowski von Hessen-Forst. Deutlich zu erkennen ist die Schädigung an Nadeln, die nicht mehr grün, sondern braun sind. „Der Pilz setzt an den Knospen oder der Nadelbasis an und bringt sie zum Absterben.“

In der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt in Göttingen wurden Proben der Kiefern untersucht, berichtet Raimund Weber vom Forstamt. Von dort kam die Bestätigung, dass der Pilz die Bäume absterben lässt. Wird nicht schnell genug reagiert, nachdem sich der Pilz gewandelt hat und Bäume schädigt, können auch Folgeschäden entstehen. Beispielsweise könne ein Borkenkäferbefall auftreten.

Eine Firma aus Willingen – mit speziell ausgebildeten Mitarbeitern und geeigneten Fahrzeugen für die Hanglagen – wurde engagiert. Seit Anfang vergangener Woche wird in der Ortsmitte, gegenüber der Tankstelle Lohof, und auf einem Teilstück zwischen dem Ortsausgang und dem Nationalparkzentrum gearbeitet. Aus Sicherheitsgründen wird während der Arbeiten der Verkehr an der Bundesstraße durch Ampeln geregelt. 

Bewusst werden die Kiefern jetzt gefällt, noch bevor die Schädigungen zu groß sind. Nun kann das Holz noch verkauft werden. Zwar nicht als hochklassiges Produkt, immerhin aber für Paletten oder ähnliches, sagt Maria-Rita Norkowski. Zusammen mit Hessen Mobil habe man sich aus Sicherheitsgründen schließlich für das Fällen entschieden.

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