Inzidenz weiter über 50

Vorerst keine verschärften Corona-Regeln in Waldeck-Frankenberg

Impfung gegen das Coronavirus bot der Landkreis am Samstag in Korbach für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre an. Geimpft wurde auch Moritz Wohlfarth aus Frankenberg (2. von rechts), seine Mutter Sabine (links) und sein Bruder Mattis schauten zu. Dr. Martin Bauer klärte auf und Sabine Reuter führte die Impfung durch.
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Impfung gegen das Coronavirus bot der Landkreis am Samstag in Korbach für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre an. Geimpft wurde auch Moritz Wohlfarth aus Frankenberg (2. von rechts), seine Mutter Sabine (links) und sein Bruder Mattis schauten zu. Dr. Martin Bauer klärte auf und Sabine Reuter führte die Impfung durch.

Der Landkreis will am Dienstagnachmittag, 31. August, bei der wöchentlichen Sitzung des Corona-Krisenstabes entscheiden, ob die Corona-Maßnahmen wegen der steigenden Sieben-Tage-Inzidenz in Waldeck-Frankenberg verschärft werden.

Im Gespräch mit unserer Zeitung machte Erster Kreisbeigeordneter und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese am Montag jedoch deutlich, an der aktuellen Strategie festhalten zu wollen – diese sehe nach jetzigem Stand noch keine strengeren Corona-Regeln vor.

Frese weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf das Eskalationskonzept des Landes Hessen hin. Dort stehe schließlich, dass nicht allein die Inzidenz für die Gesamtabwägung maßgeblich sein solle, sondern auch andere Größen wie die Impfquote, der Anteil der Positiv-Tests, der Reproduktionswert R, der Anteil neuer Varianten und die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern. „Wir haben beispielsweise aktuelle niemanden, der sich wegen einer Corona-Infektion auf der Intensivstation befindet“, sagt Frese. In den zurückliegenden Tagen sei die Zahl der Patienten, die wegen Corona in der Klinik hätten behandelt werden müssen, gering gewesen.

Karl-Friedrich Frese, Gesundheitsdezernent und Erster Kreisbeigeordneter

Der Gesundheitsdezernent betont zudem, dass Waldeck-Frankenberg mit Blick auf die Corona-Impfungen weiterhin gut dastehe – wenngleich die Impfbereitschaft in den vergangenen Wochen „leider etwas nachgelassen“ habe.

Umso zufriedener zeigte sich der Erste Kreisbeigeordnete mit der Resonanz des Beratungstages im Korbacher Impfzentrum. Eltern, Kinder ab zwölf Jahren und Jugendliche konnten am vergangenen Samstag von 8.30 bis 18 Uhr ins Zentrum kommen, sich über die Impfung informieren – und auf Wunsch auch eine bekommen. „Dieses Angebot wurde super angenommen. Es haben sich 252 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren impfen lassen, davon waren 228 unter 16“, so Frese.

Am Samstag, 4. September, findet für die genannte Altersgruppe daher erneut ein Impf- und Beratungstag von 8.30 bis 18 Uhr im Impfzentrum statt. Außerdem gibt es am Montag, 6. September, einen Impftag für Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende ab 16 Jahre im Korbacher Impfzentrum.  

Sieben-Tage-Inzidenz weiter über 50

Laut Statistik des Landkreises sind am Montag, 30. August, keine Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Nachgewiesen mit dem Corona-Virus infiziert sind aktuell 140 Personen in Waldeck-Frankenberg – das sind vier weniger als am Sonntag. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Montag auf 50,5 gesunken, am Sonntag hatte sie noch 53,7 betragen. In stationärer Behandlung in einem Krankenhaus befinden sich derzeit drei Personen, keiner davon auf einer Intensivstation. 

Wie sich die akuten 140 Fälle auf die 22 Städte und Gemeinden verteilen, zeigt die Übersicht (in Klammern der Vergleich zum Vortag):

  • Allendorf 15 (- 1)
  • Bad Arolsen 14 (+0)
  • Bad Wildungen 26 (+0)
  • Battenberg 3 (+0)
  • Bromskirchen 2 (+0)
  • Burgwald 2 (+0)
  • Diemelsee 1 (+0)
  • Diemelstadt 2 (+0)
  • Edertal 1 (+0)
  • Frankenau 1 (+0)
  • Frankenberg 19 (- 2)
  • Gemünden 10 (+0)
  • Haina 3 (+0)
  • Hatzfeld 2 (+0)
  • Korbach 19 (- 1)
  • Lichtenfels 2 (+0)
  • Rosenthal 3 (+0)
  • Twistetal 4 (+0)
  • Vöhl 1 (+0)
  • Volkmarsen 7 (+0)
  • Waldeck 1 (+0)
  • Willingen 2 (+0)

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