Arbeitsmarktzahlen für Oktober

Waldeck-Frankenberg: 174 weniger Jobsuchende als im September

Ein Logo der Arbeitsagentur blauer Himmel mit weißen Wolken
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Die Arbeitsagentur Korbach hat am Donnerstag neue Zahlen veröffentlicht.

Die Arbeitsmarktzahlen für den Oktober zeigen für Waldeck-Frankenberg eine Entspannung zum Vormonat an. Im Vergleich zum Oktober vor einem Jahr sind jedoch 693 mehr Menschen arbeitslos gemeldet.

Waldeck-Frankenberg – Die Arbeitsagentur Korbach, die für die Landkreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder zuständig ist, hat die Arbeitslosenzahlen für den Oktober bekannt gegeben. Die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt habe sich im Oktober fortgesetzt, die Arbeitslosigkeit sei im Bereich der Arbeitsagentur Korbach weiter zurückgegangen. In den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder seien 7311 Menschen arbeitslos gemeldet, 356 weniger als im September (minus 4,6 Prozent), aber 1551 mehr als vor einem Jahr (plus 26,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinke von 4,1 Prozent im September auf jetzt 3,9 Prozent. Im Oktober 2019 hätte sie noch bei 3,1 gelegen.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg seien im Oktober 3453 Menschen auf Jobsuche gewesen, 174 weniger als im September (minus 4,8 Prozent) und 693 mehr als im Oktober 2019 (plus 25,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinke auf 3,9 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte gegenüber September) und liege damit 0,8 Prozentpunkte höher als im Oktober 2019. Auf Landkreisebene lägen Hochrechnungen zur tatsächlichen Kurzarbeit bis Mai vor: Danach seien in Waldeck-Frankenberg 14 304 Beschäftigte in 1032 Betrieben in Kurzarbeit gewesen (April: 15 034 Personen in 1194 Unternehmen). 

Die Zahlen zum Stichtag 12. Oktober böten eigentlich Anlass zu einer vorsichtig optimistischen Beurteilung des heimischen Arbeitsmarktes, kommentiert Agenturchef Uwe Kemper. „In einigen Bereichen – beispielsweise der Zahl der Menschen, die in Erwerbstätigkeit gewechselt sind – bewegen wir uns in etwa auf dem Niveau der Vorjahre.“ Bei den Ausbildungsstellen für den Start in 2021 seien mit mehr als 1500 Angeboten bereits deutlich mehr gemeldet als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres – auch das sei ein positives Zeichen. Allerdings: Es dürfe nicht übersehen werden, dass aktuell nahezu 27 Prozent mehr Menschen ohne Arbeit seien als vor einem Jahr. Und die Auswirkungen der aktuell stark steigenden Infektionszahlen ließen sich noch nicht abschätzen. Kemper: „Auf alle Fälle sorgt die derzeitige Entwicklung für große Verunsicherung auf dem Arbeitsmarkt. Es kommt jetzt darauf an, wie gut wir die Pandemie in den Griff bekommen.“

Besonders deutlich sei im Oktober die Arbeitslosigkeit bei den 15- bis 19-Jährigen zurückgegangen, nämlich um 30,5 Prozent gegenüber September. Dennoch suchten immer noch 141 Jugendliche im Agenturbezirk eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle. Kaum rückläufig sei hingegen die Arbeitslosigkeit bei den über 55-Jährigen (minus 0,8 Prozent). Wie in den vergangenen Monaten sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen erneut gestiegen auf jetzt 1808, im September wären es 1797 gewesen, im Oktober vorigen Jahres 1384.

Erneut zugelegt habe der Bestand an offenen Stellen: 2651 seien im Oktober im Agenturbezirk gemeldet gewesen, 88 mehr als im September. Der Abstand zum Vorjahr verringere sich allmählich: Im Oktober liege der Stellenbestand 16,3 Prozent niedriger als im Oktober 2019 mit 3168 offene Stellen. Im September hätte der Unterschied zum Vorjahresmonat noch bei 23 Prozent gelegen.

Bei der tatsächlichen Kurzarbeit wäre auf Agenturebene der Höhepunkt im April erreicht gewesen, als 22 233 Beschäftigte in 2221 Betrieben in den beiden Landkreisen in Kurzarbeit waren. Im Juni wären es noch 16 108 Arbeitnehmer in 1411 Betrieben gewesen. Hochrechnungen für Juli lägen noch nicht vor, weil die Arbeitgeber drei Monate Zeit für die Abrechnung der Kurzarbeit hätten. Die Zahl der neuen Kurzarbeitsanzeigen sei seit April stetig gesunken, in diesem Monat wären es bis zum Stichtag 25. Oktober noch 16 Anzeigen gewesen.

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