Sogar Schließungen drohen, weil Fachkräfte fehlen

Waldeck-Frankenberg: Apotheker suchen dringend Nachfolger

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Kunden sind da, aber Personal fehlt: Peter Niemeyer sucht dringend einen Apotheker. Sonst müsste entweder die Apotheke in Frankenau oder die in Haina geschlossen werden.

Waldeck-Frankenberg. Wegen fehlenden Fachpersonals droht Apotheken im Landkreis das Aus.

Wenn der Hainaer Peter Niemeyer keinen Apotheker für seine Filiale in Frankenau findet, werde er eine der beiden Apotheken schließen müssen, obwohl der wirtschaftliche Ertrag stimme, schildert er. Schon seit zehn Jahren sucht der Adorfer Apotheker Dr. Ulrich Seidel vergeblich einen Nachfolger.

Wie lange der 72-Jährige seine Apotheke noch betreiben kann, ist ungewiss. „Ich werde ja nicht jünger“, sagt Seidel. Beide Apotheker hoffen, entsprechende Kräfte zu finden. Doch: „Derzeit ist der Markt leergefegt“, schildert der Hainaer Niemeyer. „Die Apotheken kämpfen um Personal.“ Besonders auf dem Land sei es schwer, Apotheker zu bekommen, weil viele lieber in Städten leben. Dort müssten sie aufgrund der größeren Anzahl von Kollegen in der Regel weniger Notdienste absolvieren. „Auch in Großstädten suchen wir Personal“, sagt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekenkammer. Die Gründe für den Mangel an Apothekern seien vielfältig. Pharmazie sei nach wie vor ein begehrter Studiengang, für den es mehr Bewerber als Plätze gebe.

Mehr zum pharmazeutischen Fachkräftemangel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe.

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