Reaktion auf Lockerungen in Hessen

Waldeck-Frankenberg: Freibäder sollen zu bleiben, Hallen dürfen öffnen

Freibad Weyhe Wiedereröffnung
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Symbolfoto

Mit „gewisser Besorgnis“ sieht der Landkreis Waldeck-Frankenberg als Schulträger die Entscheidung des Landes von Mittwoch, die Grundschulen ab dem 22. Juni und die Kindergärten ab dem 6. Juli wieder für alle Kinder zu öffnen.

Der Kreis empfiehlt den Kommunen außerdem, die Schwimmbäder weiterhin geschlossen zu halten. Sporthallen und Gemeinschaftshäuser werden aber ab dem 15. Juni freigegeben. 

Das sind Ergebnisse einer Telefonkonferenz des Landkreises und der 22 Städte und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg über den Umgang mit den vom Land getroffenen Lockerungen der Corona-Vorschriften in Hessen. 

Grundschulen und Kitas 

„Wir als Landkreis sehen die Entscheidung des Landes, die Grundschulen noch vor den Sommerferien zu öffnen, mit gewisser Besorgnis“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat nach der Telefonkonferenz vom Mittwoch. 

Die Infektionszahlen in Waldeck-Frankenberg entwickelten sich zwar weiterhin moderat – Stand 10. Juni gab es bisher 173 positive Corona-Tests im Landkreis – jedoch hab es insbesondere an Schulen und Kitas in den vergangenen Wochen immer wieder positive Fälle gegeben. „Der Landkreis bleibt daher bei seiner Einstellung, hier eine gesunde Vorsicht walten zu lassen“, sagt Kubat. 

Die Entscheidung für die Grundschulen trifft aber ohnehin das Land. Für die Öffnung der Kitas ist die jeweilige Kommune beziehungsweise der Träger der Einrichtung verantwortlich.

Schwimmbäder

Diese Vorsicht solle auch für die Öffnung der Schwimm-, Frei- und Strandbäder in Waldeck-Frankenberg gelten, die nach den aktuellen Regelungen des Landes Hessen bereits am 15. Juni unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Der Landkreis gibt hierfür die Empfehlung, diese in Waldeck-Frankenberg grundsätzlich weiterhin geschlossen zu halten. 

Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden sei jedoch vereinbart worden, dass Kommunen, die in Abstimmung mit dem Fachdienst Gesundheit des Landkreises „ein striktes Hygienekonzept“ erarbeiten und die Einhaltung überwachen, ihre Badebereiche für den Publikumsverkehr öffnen dürfen. 

Hallen und DGHs 

Bei den Sport- und Mehrzweckhallen sowie Dorfgemeinschaftshäusern in Waldeck-Frankenberg haben sich Landkreis und Kommunen nun doch darauf verständigt, bereits ab dem 15. Juni die Nutzung „im Rahmen der vom Land vorgegebenen Möglichkeiten“ freizugeben. Ursprünglich war besprochen worden, diese bis zu den Sommerferien, die am 6. Juli beginnen, geschlossen zu halten. 

„Vereins- und Versammlungsräume im Zusammenhang mit dem Sportbetrieb bleiben laut der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung weiterhin geschlossen“, teilt der Landkreis mit. 

Unter strengen Auflagen und angepasst an die lokalen Gegebenheiten soll der Sportbetrieb wieder möglich sein – unter der Voraussetzung, dass die Vereine und Gruppen Hygienepläne erstellen, wobei die Fachdienste Gesundheit und Sport des Landkreises gerne beraten. 

Appell an die Bevölkerung

„Die bundesweiten Lockerungen in den vergangenen Wochen haben dazu geführt, dass künftig auch in Hessen und somit in Waldeck-Frankenberg wieder mehr Dinge erlaubt sind“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent des Landkreises Karl-Friedrich Frese. „Wir möchten aber an dieser Stelle nochmals dazu aufrufen, verantwortungsvoll mit den neu gewonnenen Freiheiten umzugehen, um die Verbreitung des Virus auch weiterhin gemeinsam einzudämmen.“

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