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Waldeck-Frankenberg ist jetzt Corona-Hotspot

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Von: Jörg Paulus

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Symbolbild 2G Plus
Symbolbild 2G-Plus © Achille Abboud via www.imago-images.de

Die Corona-Inzidenz in Waldeck-Frankenberg lag am Montag (17.01.2022) bei 466,6 und damit am dritten Tag in Folge über 350 lag. Deshalb treten neue Hotspot-Regelungen in Kraft. 

Waldeck-Frankenberg - Nach den Regelungen des Landes Hessen gelten in Waldeck-Frankenberg ab Dienstag (18.01.2022) weitere Hotspot-Regelungen zum Schutz gegen das Coronavirus. Der Landkreist hat darüber in einer Pressemitteilung informiert.

2G-Plus in vielen Bereichen

Laut Landesverordnung gilt dann bei Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen sowie im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich – etwa auf dem Sportplatz, in Fitnessstudios, im Kino oder Theater sowie in der Gastronomie und bei touristischen Übernachtungen im Innenraum die 2G-Plus-Regel und draußen die 2G-Regel. Darüber hinaus müssen auch Prostitutionsstätten wieder geschlossen werden.

Aber auch außerhalb von Hotspot-Regionen gilt in Hessen unabhängig von den Infektionszahlen seit Monmtag (17.01.2022) schon 2G-Plus in der Innengastronomie. Darauf hatten sich Bund und Länder geeinigt. 

„Die 2G-Plus-Regel bedeutet, dass Genesene und Geimpfte, die noch keine Auffrischimpfung bekommen haben, zusätzlich zu ihrem Impf- oder Genesenen-Status einen negativen Testnachweis vorzeigen müssen, wenn sie die genannten Bereiche besuchen möchten“, erläutert der Landkreis. Dies gelte nicht für frisch doppelt Geimpfte, deren zweite Impfung weniger als drei Monate zurückliegt.

Alkoholverbot auf einigen Plätzen

Die Hotspot-Regel des Landes untersagt den öffentlichen Konsum von Alkohol an publikumsträchtigen Orten. Der Landkreis hat dazu eine Allgemeinverfügung erlassen, die diese Plätze in den Waldeck-Frankenberger Mittelzentren ausweist: In Bad Arolsen betrifft diese den Belgischen Platz, den Kirchplatz und die Große Allee, in Korbach die Bahnhofstraße, die Prof.-Bier-Straße sowie den Stadtpark und in Bad Wildungen die Poststraße. Außengastronomische Angebote in diesen Bereichen sind davon jedoch ausgenommen.

Appell der Kreisspitze

„Das Infektionsgeschehen in Waldeck-Frankenberg weitet sich analog zum Bundestrend derzeit sehr stark aus“, sagt Landrat Jürgen van der Horst. „Die steil ansteigenden Inzidenzen machen nun leider weitere Regelungen notwendig.“

Gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese ruft der neue Landrat alle Menschen in Waldeck-Frankenberg nochmals dazu auf, die Regeln auch weiterhin zu beherzigen, um gemeinsam die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Schwellenwert 350

Die neuen Regeln gelten ab dem 18. Januar. Sobald die Inzidenz in Waldeck-Frankenberg den Schwellenwert von 350 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wieder unterschreitet, treten die Regelungen am darauffolgenden Tag automatisch wieder außer Kraft. Weitere Informationen gibt es auch online auf landkreis-waldeck-frankenberg.de.

Die aktuellen Corona-Zahlen

Die Corona-Zahlen in Waldeck-Frankenberg haben am Montag neue Höchstwerte erreicht: Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf 466,5. Am Freitag lag sie noch bei 349, am Samstag war sie erstmals im Verlauf der Pandemie über 400 gestiegen (417,2). Die Zahl der akuten Fälle ist am Wochenende erstmals über 1000 gestiegen und am Montag weiter auf 1178. Das sind mehr als doppelt so viele wie am Montag vor einer Woche (568).

Der Landkreis meldete seit Freitag 341 Neuinfektionen und 81 neue Genesene. Aktuell liegen 29 Corona-Patienten im Krankenhaus (+2), weiterhin sechs von ihnen auf der Intensivstation. Einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona gibt es nicht - bisher sind kreisweit 183 Menschen an oder mit Corona gestorben.

Akute Corona-Fälle in Waldeck-Frankenberg

Wie sich die 1178 akuten Corona-Fälle vom Montag auf die 22 Städte und Gemeinden verteilen, zeigt die folgende Übersicht (in Klammern der Vergleich zum Freitag):

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