Landkreis will zudem Pflege und Gesundheitsangebote stärken

Waldeck-Frankenberg: Neues Projekt soll Ärzte aufs Land holen

+
Besuch beim Hausarzt: Das neue Projekt des Landkreises soll zum Erhalt der Arztpraxen beitragen, dreht sich zugleich aber auch um das Thema „Vorbeugung“.

Waldeck-Frankenberg. Um die ärztliche Versorgung und das Gesundheitsangebot zu verbessern, geht der Landkreis mit den Städten und Gemeinden neue Wege. Seit Kurzem gibt es in Waldeck-Frankenberg „Regionale Gesundheitsdialoge“.

Kommunen haben sich zusammengetan, um unter anderem Antworten auf die Frage zu finden, wie Nachfolger für Hausarztpraxen gefunden werden können. Laut Kassenärztlicher Vereinigung suchen in Waldeck-Frankenberg derzeit sechs Hausärzte vergeblich einen Nachfolger.

Ärzte, Apotheker, Verantwortliche aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich sowie Bürgermeister und der Landkreis sollen mit Experten eng zusammenarbeiten. In allen Gesundheitsdialogen soll der Stand der medizinischen Versorgung und der Gesundheits- und Pflegeangebote festgestellt und der künftige Bedarf ermittelt werden.

„Vorschläge sollen dann vor Ort umgesetzt werden“, sagt Projektkoordinatorin Katharina Kappelhoff. Es gebe dabei viele Möglichkeiten, die sich auch nicht nur auf die Suche nach Hausärzten konzentrieren. In Willingen, das mit Diemelsee als Gesundheitszentrum an einem ähnlichen Projekt teilnimmt, soll die Verbindung zwischen Arztpraxis und Krankenhaus verbessert werden. 

Eine Pflegekraft soll dort die Versorgung eines Patienten übernehmen, der ins Krankenhaus eingeliefert wird. Sie ist Teil des Gesundheitszentrums, kennt die Krankheitsgeschichte des Patienten und wird im Akutfall kontaktiert, um mit dem Patienten im Krankenhaus die Versorgung zu koordinieren. 

„Im Krankenhaus kommt es oft zu Wartezeiten, weil die Krankheitsgeschichte des Patienten erst durch Anrufe geklärt werden muss. Bei dem neuen Ansatz werden Patienten schneller versorgt“, so Kappelhoff. Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf: „Ob so etwas auch woanders Sinn macht, muss erörtert werden.“ Es komme immer auf die jeweilige Region an.

Mehr zum neuen Projekt lesen Sie in der gedruckten Ausgabe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.