Meteorologen sagen minus 13 Grad für den Landkreis voraus

Waldeck-Frankenberg steht vor der kältesten Nacht des Winters

Waldeck-Frankenberg. Die Menschen in Waldeck-Frankenberg erwartet in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28. Februar, die kälteste Nacht des bisherigen Jahres. Mit bis zu minus 13 Grad.

Örtlich könne es vielleicht noch kälter werden, kündigte Sabine Krüger, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD) auf Nachfrage an. Und generell gelte bis Samstag: „Es bleibt frostig.“ Eigentlich liege Nordhessen unter einem Hochdruck-Einfluss, sagte die Meteorologin, doch nordöstliche Strömung bringe in den nächsten Tagen kalte Luft über die Ostsee. Und es könne wie schon am Montag schneien und glatt werden, warnte Krüger.

In der Nacht auf Montag seien an den Messstationen in unserer Region schon bis zu minus 10 Grad gemessen worden. „Jetzt wird es noch einen Tick kühler“, sagt die Expertin. „Und wo Schnee liegt, wird es nachts noch kälter, weil der Boden tagsüber nicht von der Sonne erwärmt wurde.“ Tagsüber erwartet der DWD für die nächsten Tage Temperaturen von minus drei bis minus sechs Grad.

Ab Donnerstag, so deute sich anhand der Wettermodelle an, werden die Temperaturen wieder leicht steigen. „Wie schnell und wie nachhaltig, ist schwer zu sagen. Kaltluft ist oft hartnäckiger, als es unsere Modelle voraussagen“, sagt Sabine Krüger. Gerüchte, dass es am Wochenende in Waldeck-Frankenberg schon wieder zehn Grad plus gibt, bezeichnet die Meteorologin als „sehr unsicher“. Die Tendenz nach oben sei aber klar, und ab Samstag sei es dann auch erstmal mit dem Dauerfrost vorbei.

„Eine Milderung in den ersten Märztagen entspricht dem langjährigen Witterungsverlauf“, sagt HNA-Wetterexperte Roland Schmidt aus Ernsthausen. „Ab dem 6. März kommt es in vielen Fällen zu einem erneuten Kälterückfall. Die Tendenz ist auch jetzt schon in den Prognosekarten zu erkennen, so dass sich alle Frühlingsfans nicht zu früh freuen sollten."

Erinnerung an März 2013

„Tiefsttemperaturen von nahe minus 20 Grad treten in unserer Region alle paar Jahre auf“, sagt HNA-Wetterexperte Roland Schmidt. „Zuletzt gab es im Januar 2017 minus 17 Grad. Seltener kommt dies so spät im Winter vor. Der März 2013 ist vielen sicherlich noch in Erinnerung, weil er lang anhaltendes Winterwetter mit Frost und Schnee brachte, das erst Ende der ersten Aprilwoche vorbei war.“ 

Grundsätzlich, sagt Schmit, könnten die Temperaturen bei uns auch unter minus 20 Grad sinken. Bis minus 25 Grad könnten in Tallagen über Schnee ohne weiteres erreicht werden, direkt über dem Erdboden, in fünf Zentimetern Höhe, auch nahe minus 30 Grad.

Rubriklistenbild: © dpa

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