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Waldeck-Frankenberg: Wälder in den nächsten Wochen noch meiden

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Von: Marianne Dämmer

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Kein sicherer Ort zur Zeit: Der Wald, wie hier bei Bad Wildungen. Vorerst bitte nicht betreten wegen Lebensgefahr, warnt Hessen-Forst.
Kein sicherer Ort zur Zeit: Der Wald, wie hier bei Bad Wildungen. Vorerst bitte nicht betreten wegen Lebensgefahr, warnt Hessen-Forst. © Matthias Schuldt

Die Stadt Lichtenfels als Waldeck-Frankenbergs und Hessens größte Kommunalwaldbesitzerin sowie Hessen-Forst rufen die Bevölkerung dazu auf, in den nächsten Tagen und Wochen die Wälder zu meiden.

Lichtenfels/Waldeck-Frankenberg – Nach ersten Schätzungen seien hessenweit rund 100 000 Bäume, vor allem Nadelbäume, durch die Stürme Ylenia und Zeynep gefallen. Auf dem Gebiet der Stadt Lichtenfels sind die Schäden mit rund 4000 Festmetern Schadholz besonders hoch, dort sind alle Hauptbaumarten betroffen.

Die Forstwirte der Stadt Lichtenfels sowie extern eingesetzte Unternehmer würden mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden arbeiten, insbesondere in Wegesnähe. Da sämtliche Gemarkungen des Stadtwaldes betroffen seien, die nicht alle abgesperrt werden könnten, bitten Bürgermeister Henning Scheele und Stadtförster Martin Wrosch die Bevölkerung weiterhin darum, den Stadtwald für Spaziergänge zu meiden. „Es können immer noch Äste sowie angeschobene Bäume herunterfallen. Auch sind noch nicht alle Wege wieder begehbar“, so Wrosch. Es werde bekannt gegeben, sobald die Wälder wieder betreten werden können.

Auch Hessen-Forst warnt vor Waldbesuchen und mahnt ganz besonders, Absperrungen zu respektieren. Die Aufarbeitung der Sturmschäden habe große Priorität, damit die Nadelbäume vor dem ersten Flug des Borkenkäfers aus dem Wald transportiert werden könnten, erklärt Michelle Sundermann, Sprecherin des Landesbetriebs Hessen-Forst.

„Je nach Witterung fliegen die Käfer mitunter bereits im März. Borkenkäfer vermehren sich ungehindert auf frisch gefallenen Bäumen, die zwar noch genug Nahrung bieten, sich aber gegen die Insekten nicht mehr wehren können“, erklärt die Sprecherin.

Michelle Sundermann bittet die Bevölkerung, Absperrungen unbedingt zu respektieren. „Die Aufarbeitung von Sturmschäden ist nicht nur für unsere Kolleginnen und Kollegen gefährlich. Jeder der eine Absperrung ignoriert, riskiert sein Leben.“  (md)

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