Spezial-Abschleppunternehmen und Bergwacht im Einsatz

Auto spektakulär aus Bad Wildunger Steilhang geborgen

Bergungsaktion: Verunglückter Kleinwagen hängt am Haken eines Schwerlastkrans über dem Bad Wildunger Sondertal.
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Gut eine Stunde dauerte es, bis der Kleinwagen unterhalb des Dr. Marc Turms sicher am Haken hing und über dem Wildunger Sondertal vom Schwerlastkran nach oben gezogen wurde.

Rund drei Stunden investierten Wildunger Bergwacht und ein Frankenberger Abschleppunternehmen am Dienstagnachmittag, um einen Smart aus den Steilhängen des Sondertals herauszuholen.

Bad Wildungen – Am vorigen Wochenende war ein Mann mit dem Auto aus ungeklärter Ursache über die Klippen neben dem Bad Wildunger Aussichtspunkt gefahren und 200 Meter den Hang hinunter gerutscht, bevor der Kleinwagen an Bäumen hängen blieb.Wie durch ein Wunder verletzte sich der Fahrer kaum.

Schon bei seiner Bergung war die Bergwacht gemeinsam mit Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz gewesen. Am Dienstag folgte für die ehrenamtlichen Bergwacht-Mitglieder vom DRK-Kreisverband Bad Wildungen der zweite anspruchsvolle Einsatz in diesem Fall.

Arm des Schwerlastkrans überm Wildunger Sondertal 31 Meter weit ausgefahren

Vom vierköpfigen Team der Wildunger Bergwacht war es Ben Schwarz, der sich gemeinsam mit Maik Neuschäfer vom Abschleppunternehmen in den Hang abseilte, während die übrigen die zwei oben sicherten. Das Abschleppteam hatte einen Schwerlastkran rückwärts so weit wie möglich an den Abgrund heran manövriert. 31 Meter weit hinaus ins Bad Wildunger Sondertal wurde der stählerne Arm ausgefahren, das rund 200 Meter lange Stahlseil mit Haken hinunter gelassen.

Umsichtig mussten die Männer im Steilhang vorgehen.

Dort befestigten die beiden Männer Schlaufen an dem havarierten Auto in geschätzten 45 Grad Hanglage. Ein schweißtreibendes Unterfangen. „Sowas habe ich noch nicht erlebt. Ohne die Bergwacht hätten wir keine Chance gehabt“, meinte Maik Neuschäfer später nach geglückter Aktion und zurückgeklettert auf die Anhöhe.

Nach rund drei Stunden war die Bergungsaktion am Dr. Marc Turm abgeschlossen.

Allein die Tatsache, dass die Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadt mehrere Tage benötigte, bevor geklärt war, wie und von wem sich das Auto bergen lässt, zeigt, wie groß die Herausforderung war. Und wie schon so oft an den Steilhängen des Edersees stellte die Wildunger DRK-Bergwacht bei diesen zwei Einsätzen unter Beweis. wie sehr sich ihre vielen Übungsstunden für die Region auszahlen. Die wichtigste Botschaft: Trotz des schwierigen Geländes blieben alle Beteiligten, Helfer und Retter unversehrt. (Matthias Schuldt)

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