Für viele Nutzungen geeignet

Stadt Waldeck sucht Investor für das Herrenhaus in Höringhausen

Reste des ehemaligen fürstlichen Hofguts: Das Herrenhaus (rechts) mit einem maroden Anbau.
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Reste des ehemaligen fürstlichen Hofguts: Das Herrenhaus (rechts) mit einem maroden Anbau.

Die Stadt Waldeck sucht nach einem Investor, der das Herrenhaus des ehemaligen Hofguts in Höringhausen erwirbt und das historische Gebäude im Ortskern saniert.

Höringhausen - Das denkmalgeschützte Gebäude mit 18, fast bis zu 50 Quadratmeter großen Räumen auf drei Etagen, ist für zahlreiche private und oder gewerbliche Nutzungen geeignet, meint Bürgermeister Jürgen Vollbracht.

Da mehrere Eingänge bestehen, sei mit wenigen Umbauten in jeder Etage eine repräsentative Wohnung möglich. Auch eine gemischte Nutzung sei denkbar – beispielsweise Wohnen kombiniert mit einem kleinen Hotelbetrieb, Restaurant, Café, oder auch Büros und medizinische Praxen. Auch seniorengerechte Wohnräume im Rahmen eines „Betreuten Wohnens“ seien denkbar. Das insgesamt 9200 Quadratmeter große Grundstück der Stadt Waldeck biete zudem Platz für Ergänzungsbauten.

Hoffen auf Abrissgenehmigung für Anbau der ehemaligen Kornmühle

Sorgen bereite der in Süd-Ostrichtung errichtete Anbau der ehemaligen „Kornmühle“. Bis auf wenige Teile ist dieser Bereich abbruchreif, sagt der Bürgermeister. „Leider konnte sich der zuständige Landeskonservator bisher noch nicht endgültig dazu durchringen, für diesen Gebäudeteil eine Abbruchgenehmigung zu erteilen“, bedauerte Vollbracht.

Derzeit müsse dieser Gebäudeteil durch die Stadt Waldeck im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht gesichert werden. Vollbracht hofft auf ein Einsehen der Denkmalschutzbehörden und die Erteilung einer Abbruchgenehmigung, zumal der erhaltenswerte Teil des Anbaues bestehen bleiben soll und durch einen neuen Anbau wieder ergänzt und erweitert werden könne.

Gespräche mit Interessenten

Bedingt durch die zentrale, aber dennoch ruhige Lage von Höringhausen, unweit von Eder- und Twistesee und direkt vor den Toren des Nationalparks Kellerwald-Edersee hofft Vollbracht, dass sich bald Interessenten finden, die das Herrenhaus einer zukunftsträchtigen Nutzung zuführen. In den vergangenen Monaten seien schon einige Gespräch mit Interessenten geführt worden.  

Aussicht auf Förderung

Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher (SPD) informierte sich im Herrenhaus. Gemeinsam mit dem Architektenehepaar Brigitte und Klaus Fauerbach aus Warburg-Welda, die sich auf Vermarktung und Sanierung von historischen Baudenkmälern spezialisiert haben, wurde das Gebäude inspiziert.

Die Architekten, die bei der Sanierung des Schlosses in Welda und den Anlagen rund um das Schloss Landau tätig waren, zeigen sich überrascht von der noch guten Substanz des seit vielen Jahren leerstehenden Hauses.

MdB Dilcher wies auf attraktive Förderprogramme von Landkreis, Land, Bund und von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hin. Zudem seien steuerliche Erleichterungen durch Sonderabschreibungsmöglichkeiten garantiert.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz tauschte sich kürzlich bei seiner Sommertour mit der Waldecker CDU und Ortsvorsteher Uwe Wagner aus und sicherte Unterstützung bei der Auslotung von Fördermöglichkeiten zu.

Im Jahr 1903 errichtet

Das Herrenhaus des ehemaligen fürstlichen Hofguts steht mitten in Höringhausen. Das frühere Hofgut wurde vor einigen Jahren von der Stadt Waldeck erworben.

Im Zuge der Dorferneuerung wurden die Wirtschaftsgebäude abgerissen und rund um das verbliebene Herrenhaus eine attraktive Freifläche gestaltet. Das im Grundbestand ursprüngliche, in früheren Jahren aber um- und ausgebaute Herrenhaus gehört zu den ortsbildprägenden Gebäuden in Höringhausen. Die stattlichen Raumhöhen des 1903 errichteten Gebäudes prägen den repräsentativen Charakter des Herrenhauses

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