Förderung als Voraussetzung

Gemeinde Willingen könnte Usselner Bahnhof kaufen

Den denkmalgeschützten Bahnhof in Usseln könnte die Gemeinde Willingen kaufen, um die Usselner Tourist-Information und den Naturpark Diemelsee unterzubringen.
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Den denkmalgeschützten Bahnhof in Usseln könnte die Gemeinde Willingen kaufen, um die Usselner Tourist-Information und den Naturpark Diemelsee unterzubringen.

Die Gemeinde Willingen hat grundsätzlich die Möglichkeit, den Usselner Bahnhof zu erwerben - ob die ambitionierten Pläne auch umgesetzt werden können, ist noch nicht klar.

Willingen-Usseln – Bürgermeister Thomas Trachte berichtete Montag bei der Sitzung des Bauausschusses über die Angelegenheit. Ein Beschluss dazu wurde dabei nicht gefällt, sondern lediglich über die Pläne für ein "Tourismus- und Naturparkzentrum" informiert – letztlich ist es eine Entscheidung der Gemeindevertretung. Ob die Idee überhaupt umgesetzt werden kann, hängt vom Erfolg eines gestellten Förderantrags ab: „Das ganze ist nur realisierbar, wenn der gewährt wird“, erklärte Thomas Trachte.

Genutzt werden soll das sich derzeit in privaten Eigentum befindliche Gebäude für die Usselner Tourist-Information und Büros für den Naturpark Diemelsee. Auch dazugehörige Archive sollen unterkommen. An die Stelle des Fachwerkschuppens neben dem denkmalgeschützten Gebäude träte ein Anbau, in dem Toiletten, ein Aufzug und ein 50 Quadratmeter großer Mehrzweckraum „für alle Dinge rund um den Tourismus“ untergebracht würden. Die Kosten betrügen insgesamt 1,69 Millionen Euro – die Gemeinde hat 100-prozentige Förderung beantragt. Ohne Zuschüsse wäre nur der Kauf und eine provisorische Herrichtung möglich.

Das in die Jahre gekommene Stammgebäude würde erneuert, der Anbau müsste sich derweil in Absprache mit dem Denkmalschutz optisch abheben, erklärte Bauamtsleiter Marc Honekamp. Auch die Außenanlagen müssten neu gestaltet werden. Eine neue Zentrale für Tourist-Info und Naturpark, gerade an einem von vielen Gästen besuchten Standort, wäre eine städtebauliche Errungenschaft, so Trachte.

Mehrere Ausschussmitglieder zeigten sich bereits offen für die Pläne: „Von Korbach kommend, ist der Usselner Bahnhof unsere Visitenkarte“, befand Dirk Wilke (FDP). Einen schönen Einstieg in Diemelradweg und Uplandsteig zu schaffen, sei wichtig. Auch wenn er die Gestaltung des Mittelbau „gewöhnungsbedürftig“ fand, zeigte sich Herbert Trachte (SPD) vom Konzept überzeugt. Friedrich Wilke (Freie Wähler), Ortvorsteher und Vorsitzender der Usseln Touristik, verspricht sich viel von optischen Aufwertungen und hofft auf ausreichende Park-and-Ride-Möglichkeiten. Auch wenn der bisherige Standort der Tourist-Information und Bürgerbüro in der Sportstraße mit Bedacht gewählt worden sei, sähe er im Umzug zum Bahnhof kein Problem: „Nach drei Jahren ist das dann für alle die Tourist-Information.“ (Wilhelm Figge)

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