Plan zur Teilöffnung am Jahresende verworfen

Neubau: Höchstens ein Viertel des Lagunenbads in Willingen bleibt erhalten

Auf der Lagunenbad-Baustelle ist noch nicht viel neues entstanden, Betriebskommission und Gemeindevorstand haben aber hinter den Kulissen viel zu tun.
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Auf der Lagunenbad-Baustelle ist noch nicht viel neues entstanden, Betriebskommission und Gemeindevorstand haben aber hinter den Kulissen viel zu tun.

Klein ist der Teil des Lagunenbads, der sich für den weitgehenden Neubau erhalten lässt, gibt die Gemeinde Willingen einen Zwischenstand zu ihrem Bauprojekt. Von einem Plan musste sie sich verabschieden.

Willingen – Höchstens ein Viertel des alten Willinger Lagunenbads ist noch erhalten geblieben, schätzte Bürgermeister Thomas Trachte vor einer gemeinsamen Sitzung von Betriebskommission und Gemeindevorstand: „Was an Bausubstanz nicht mehr zu gebrauchen war, haben wir abgerissen, und den Rest erhalten.“ Auch wenn damit im Augenblick nicht viel mehr übrig bleibe als ein Loch im Boden. Die alte Substanz sei schlicht abgenutzt gewesen, auch wenn das Ausmaß überrascht habe.

Trachte bestätigte, dass der ursprüngliche Plan, zumindest einen Teil des Bades früher zu öffnen, sich nicht realisieren ließe. Selbst wenn der erste Bauabschnitt funktionstüchtig sei, liege er mitten in einer Großbaustelle: „Wir glauben nicht, dass wir Besuchern damit einen Gefallen tun.“ Der Plan sei, alles zusammen Ende 2021 oder Anfang 2022 zu eröffnen – was allerdings „ehrgeizig“ sei, wie er einräumte.

Im ersten Bauabschnitt, der im rechten Gebäudeteil bei den Saunen liegt, stehen etwa noch der große Whirlpool aus Bruchstein und das bis auf den Beton abgetragene Becken. Das Kellergeschoss wurde entkernt – in dieser Gebäudehälfte ist es anders als im zweiten Abschnitt zu retten, erklärte Architekt Andreas F. Bremer.

Dieser liegt um das Solebad – wobei künftig alle Wasserflächen gesalzen werden sollen. Der Komplex wird zugunsten von Freifläche und Außenbecken von der Straße wegverlagert, fasste Bremer die Pläne zusammen. Im Obergeschoss sind die Gastronomie, eine Außenterrasse und eine Spange zum Besucherzentrum geplant. Jüngst wurde der Auftrag für die Bodenplatte des zweiten Bauabschnitts vergeben, erläuterte Trachte. Ein wesentlicher Teil der restlichen Ausschreibungen werde derzeit vorbereitet. Bremer fügte ein, dass bislang alle Gewerke des vom Land geförderten 26-Millionen-Projekts im Kostenrahmen geblieben seien – bis auf die Dachabdichtung, die deshalb in mehrere Aufträge getrennt wieder auf den Markt geschickt werde.

Bei der Sitzung von Betriebskommission und Gemeindevorstand stand das innenarchitektonische Konzept auf der Tagesordnung: „Wir wollen versuchen, dass Thema Karibik zu interpretieren“, kündigte Trachte an. Nachbauen liesse sie sich nicht, aber mit einigen Aufwand solle das Flair festgehalten werden. (Wilhelm Figge)

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