Verein erinnert an seine Anfänge

Wildunger Bürgerhilfe „Wir für uns“ begeht 20. Jahrestag im Corona-Modus

Der Vorstand der Wildunger Bürgerhilfe „Wir für uns“ im 20. Jahr ihres Bestehens mit Corona-Masken: (oberes Bild von links) Jürgen Hellwig, Bernd Kleinhans, Inge Goetsch, Christine Hedrich, Helga Riethdorf, Ilse Weinreich und Josef Mayer.
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Der Vorstand der Bürgerhilfe „Wir für uns“ im 20. Jahr ihres Bestehens: (oberes Bild von links) Jürgen Hellwig, Bernd Kleinhans, Inge Goetsch, Christine Hedrich, Helga Riethdorf, Ilse Weinreich und Josef Mayer.

Miteinander und füreinander Hilfe leisten, das war undist das Grundkonzept der Bürgerhilfe „Wir für uns“, die 20 Jahre alt wird.

  • Die Wildunger Bürgerhilfe „Wir für uns“ wird 20 Jahre alt
  • Wegen Corona mussten aber alle Festlichkeiten zum Jahrestag abgesagt werden
  • Am meisten zeigt sich der Verein aber betroffen von der Zwangspause für sein Projekt „Wildunger Tafel“

Bad Wildungen – Im November 2000 rief Renate Faber eine kleine Schar von begeisterten Aktiven zur Gründungsversammlung der Bürgerhilfe Bad Wildungen. Zwei der Gründungsmitglieder, Inge Goetsch und Josef Mayer, sind bis heute ununterbrochen Mitglieder des Vorstandes und teilen sich die Aufgaben mit der Vorsitzenden Christine Hedrich und der Vorstandsmannschaft aus Ilse Weinreich, Helga Riethdorf, Jürgen Hellwig und Bernd Kleinhans.

Die Vollendung zweier Jahrzehnte sollte als Jubiläum gefeiert werden. Aber die Corona-Krise verhindert nun nicht nur jede Festlichkeit, sondern hat die Bürgerhilfe gerade auch in eine verhängnisvolle Zwangspause versetzt. Dabei kann sie auf eine stattliche Zahl beeindruckender Aufgaben blicken, die sie bis zum Beginn der Pandemie wahrnahm.

Dazu gehört ein Besuchsdienst in der Asklepios Stadtklinik ebenso wie ein „Fahrdienst“ für Rollstuhl-Patienten der Kliniken Alte Mühle/Junkerngrund, Transporte von Altenheim-Bewohnern bei Arztbesuchen und ein öffentlich zugänglicher „Internet-Point“ in der Wandelhalle mit einer Computer-Ausrüstung für Internet- und E-Mail-Zugang.

Die Wildunger Bürgerhilfe begann mit der Hilfe unter den Mitgliedern auf Gegenseitigkeit. Sie unterstützen sich durch Dienste, die sie entweder erbringen oder in Anspruch nehmen, beispielsweise als Begleitung zum Einkaufen, zum Arzt, oder auch bei Behördengängen, sowie durch Unterstützung beim Schriftwechsel. Der „Bürodienstgruppe“ obliegt nicht nur die Koordination, sie ist durch ihre täglichen Öffnungszeiten der Geschäftsstelle in der Brunnenallee 39 Ansprechstelle und Ratgeber.

2005 startete der Betrieb der Wildunger Tafel, die als Vereinssparte eine wachsende Bedeutung einnahm. Dass sie gerade ihren Betrieb infolge der Corona-Pandemie unterbrechen musste, ist sehr bitter für die Bedürftigen, die mit Lebensmitteln versorgt wurden: 540 Personen in 325 Haushalten, darunter 160 Kinder aus Bad Wildungen und den beiden Nachbarkommunen Edertal und Waldeck. Auch zwei Wildunger Schulen wurden für die Ausgabe von Pausenbroten durch die Tafel mit Lebensmitteln beliefert.

So entwickelte sich die Bürgerhilfe zu einem der größten, gemeinnützigen Bad Wildunger Vereine. Sie hat 350 Mitglieder, darunter 90 „Aktive“ mit 15 000 Stunden ehrenamtlichen Einsatzes pro Jahr.

Vieles, was die engagierten Vereinsmitglieder der Bürgerhilfe motivierte und zusammenhielt, musste verschoben werden oder unterbleiben: eine Jahreshauptversammlung, eine Weihnachtsfeier, ein Busreiseprogramm mit Tagesausflügen und eine Beteiligung am Bad Wildunger Weihnachtsmarkt durch einen Basar mit gebrauchtem Weihnachtsschmuck.

Dass die Corona-Pandemie ein Ende haben möge, hoffen die engagierten Ehrenamtlichen, damit sie nach dem gegenwärtigen unfreiwilligen Stillstand bald wieder ans Werk gehen können. (szl)

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