Aus regionalen Zutaten

Waldeck-Frankenberger Bäcker bieten ab Frühjahr „Heimatbrot“ an

Das neue Heimatbrot präsentieren Bäcker aus der Bäcker-Innung Waldeck-Frankenberg auf Burg Hessenstein – allen voran Obermeister Michael Bienhaus (vorn Mitte) und (rechts neben ihm) Gerhard Brühl von der Kreishandwerkerschaft, Karlfried Kukuck und Dorothea Loth vom Fachdienst Landwirtschaft. Das Foto entstand vor einigen Wochen unter 2G-Regelung.
+
Das neue Heimatbrot präsentieren Bäcker aus der Bäcker-Innung Waldeck-Frankenberg auf Burg Hessenstein – allen voran Obermeister Michael Bienhaus (vorn Mitte) und (rechts neben ihm) Gerhard Brühl von der Kreishandwerkerschaft, Karlfried Kukuck und Dorothea Loth vom Fachdienst Landwirtschaft. Das Foto entstand vor einigen Wochen unter 2G-Regelung.

Bäcker aus ganz Waldeck-Frankenberg wollen ab Frühjahr ein Brot nach gleichem Rezept und nur aus heimischen Zutaten backen: das „Heimatbrot“.

Vöhl – Die Produktion des Heimatbrotes ist auf dem Weg. Ab Frühjahr 2022 wollen fast alle 29 Mitgliedsbetriebe der Bäcker-Innung Waldeck-Frankenberg das Brot mit Zutaten aus der Region backen und ihren Kunden anbieten. Das teilte jetzt Obermeister Michael Bienhaus (Battenberg) auf Anfrage unserer Zeitung mit.

In der Jahreshauptversammlung der Innung vor einigen Wochen hatten Karlfried Kukuck und Dorothea Loth vom Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises Waldeck-Frankenberg gemeinsam mit Michael Bienhaus noch einmal das Heimatbrot-Projekt vorgestellt. Wie berichtet, hatte der Bereich Direktvermarktung/Erzeuger-Verbraucher-Dialog die Idee, ein Heimatbrot zu kreieren, das als Alleinstellungsmerkmal Zutaten enthält, die fast zu 100 Prozent aus Waldeck-Frankenberg oder benachbarten Landkreisen stammen und als besondere Zutat auch im Landkreis angebauten Lein enthalten soll.

500 Gramm schweres Sauerteigbrot

Anfang des Jahres hatte die Abteilung Direktvermarktung zusammen mit der Bäckerei Bienhaus die ersten Brotsorten präsentiert – Sauerteigbrote von 500 Gramm Gewicht. Die Innungsbetriebe erhielten in der Innungssitzung das Grundrezept und eine Schablone für den Aufdruck „Heimatbrot“. „Mit unserem „Heimatbrot“ sprechen wir die Verbraucher an. Wir möchten ein Umdenken in Gang setzen und auf regenerative Landwirtschaft für die Zukunft setzen“, erläuterte der Obermeister.

„Weiterhin möchten wir die Lieferketten verkürzen und uns unabhängiger aufstellen. Durch die Vernetzung mit den Landwirten sind wir für die Zukunft besser aufgestellt und lassen Lieferengpässe gar nicht erst entstehen. Wir setzen auf regional, um unseren Beitrag zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit zu leisten“, unterstrich Bienhaus.

Wenn, wie geplant, im Frühjahr Haferflocken und Leinsamen aus der Region geliefert werden, könne das Backen beginnen. Einheitliche Plakate und Flyer sollen die Vermarktung des Brotes unterstützen.

Bienhaus als Obermeister der Bäcker-Innung Waldeck-Frankenberg bestätigt

In der Versammlung wurde Obermeister Bienhaus unisono in seinem Amt bestätigt. Vertreten wird er zukünftig von Dirk Weber. Christian Plücker rückt im Vorstand als Beisitzer nach. Der bisherige stellvertretende Obermeister Gerhard Tent wurde zum Ehrenmeister ernannt. Im kommenden Jahr feiert die Bäcker-Innung Waldeck-Frankenberg ihre 100-Jahr-Feier. Sie soll, wie die Jahreshauptversammlung, auf der Burg Hessenstein stattfinden.  (Martina Biedenbach)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.