Edersee: Viesehon weist Schminkes Kritik zurück

Eine Oma und ihr Enkelkind im Mai 2011 am Edersee bei Hemfurth (Landkreis Waldeck-Frankenberg) auf dem Weg zum Ausflugsschiff. Die Talsperren in Hessen litten in dem Sommer unter Wassermangel. Foto: Uwe Zucchi dpa/lhe

Waldeck/Hann.Münden. Der Waldecker Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon (CDU) weist die Egoismus-Vorwürfe des Mündener Landtagsabgeordneten Ronald Schminke (SPD) im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Edersee und Oberweser zurück und verlangt von Schminke eine Entschuldigung.

Wie berichtet, hatte der Mündener Landtagsabgeordnete hessischen CDU-Politikern, namentlich dem Bundestagsabgeordneten Viesehon, vorgeworfen, bei der Wasserbewirtschaftung einseitig Stimmung für Bootsverleiher und touristische Betriebe am Edersee zu machen.

In einem offenen Brief an den Landtagsabgeordneten, der der HNA vorliegt, erklärt Viesehon, er sei verwundert darüber, „wie schlecht Sie sich vor der Veröffentlichung solcher Pressemitteilungen über den Sachverhalt informieren.“ Verärgert sei er zudem darüber, „in welcher Form Sie dann persönliche Angriffe auf Kollegen starten.“

Schminkes Wortwahl sei nicht akzeptabel, so Viesehon. Wenn der Abgeordnete meine, er, Viesehon, „sollte zunächst nachdenken und dann reden“, so könne er an die Adresse Schminkes nur erwidern: „Sie sollten sich zunächst informieren und dann schreiben!“

Viesehon weist darauf hin, dass er als neugewählter Abgeordneter seit Anfang 2014 im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sitze und sich seither intensiv mit der Thematik Oberweser befasse.

So habe er unter anderem an einem Termin der Interessengemeinschaft Oberweser im Bundesverkehrsministerium in Bonn teilgenommen und sei seit Mitte 2014 auf Wunsch der Interessengemeinschaft auch Mitglied in deren Arbeitskreis zur Wasserbewirtschaftung der Weser. Darüberhinaus habe er in einem Briefwechsel mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, eine Zusage erreichen können, dass die Oberweser 20 Jahre als Wasserstraße genutzt wird.

Zum Ende seines offenen Briefes schreibt Viesehon: „Sehr geehrter Herr Schminke, bei all diesen Terminen und Gesprächen zum Erhalt der Oberweser als Bundeswasserstraße und zum Bau des Schwergutterminals haben wir uns weder persönlich kennengelernt noch ist Ihr Name genannt worden. Daraus will Ich nicht schließen, dass es Ihrerseits keine vergleichbaren Aktivitäten zum Wohle der Region gab. Ich verwehre mich aber klar gegen die von Ihnen gemachten Vorwürfe.“

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