Am 19. April

F.C. Delius feiert Schriftsteller-Jubiläum auf Schloss Waldeck

Lesung und Gespräch: Schriftsteller Friedrich Christian Delius wird sich am 19. April auf Schloss Waldeck zusammen mit dem Literaturkritiker Denis Scheck eine persönliche Rückschau auf 50 Jahre Bundesrepublik halten. Archivfoto:  nh

Waldeck. Friedrich Christian Delius, der in Korbach zur Schule ging, gilt heute als einer der wichtigsten Schriftsteller in Deutschland.

Im Dialog mit Kritikerstar Denis Scheck blickt er am 19. April in einer Veranstaltung des Literarischen Frühlings auf Schloss Waldeck zurück auf 50 Jahre Bundesrepublik.

Vor 50 Jahren, im Herbst 1965, erschien im Berliner Wagenbach-Verlag ein schmaler Band mit dem Titel „Kerbholz“. Er enthielt 45 Gedichte eines bis dahin unbekannten Autors, darunter auch ein Poem mit dem Titel „Korbach“. Es begann mit dem Satz: „Seht die Stadt: Sie fordert Gebühren in mittleren Maßen, versteht sich auf spitzige Türme und Sonntagsgesichter...“ Es war das literarische Debüt des jungen Friedrich Christian Delius, der in Rom geboren wurde und als Sohn eines evangelischen Pfarrers an der Alten Landesschule in Korbach seine Gymnasial-Jahre verbracht hatte. Nach dem Abitur 1963 war er nach Berlin gezogen.

Er wurde dort bald zu einem der wichtigsten Autoren der jungen Bundesrepublik, deren Entwicklung er fortan mit seinen kritischen Einwürfen begleitete. Heute gilt Delius international als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Gegenwartsliteratur, er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis. Seine Werke erschienen in hoher Auflage und wurden in viele Sprachen übersetzt. Der Rowohlt-Verlag bringt derzeit eine Gesamtausgabe heraus, die in diesem Sommer vollständig vorliegen wird.

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