Nach dem Umzug der Grundschule

Freude in Sachsenhausen über Fußgängerampel für den Schulweg

Erwachsene und Kinder vor einer neuen Fußgängerampel in Waldeck-Sachsenhausejn
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Rechtzeitig zum Schulstart am Montag: Mit großer Freude aller Beteiligten wurde am Freitag die provisorische Fußgängerampel an der Bundesstraße 485 durch Waldeck-Sachsenhausen offiziell in Betrieb genommen. Sie soll für die Kinder den Weg zur umgezogenen Grundschule sichern, die fortan mit der Mittelpunktschule ein Schulzentrum bildet.

HessenMobil und der Landkreis haben im Waldecker Ortsteil Sachsenhausen nahe dem Edersee eine neue Fußgängerampel aufgestellt, die den Weg zur umgezogenen Grundschule sichern soll.

Sachsenhausen – Eitel Sonnenschein in der Stimmung bei dichter Wolkendecke mit Hang zum Regenschauer: Das kennzeichnete die Situation gestern am Freitagmorgen bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen, provisorischen Fußgängerampel an der Tankstelle der Korbacher Straße, der Bundesstraße 485, durch Sachsenhausen. „Wir wussten nicht, wie lange es dauert. Nun sind wir sehr froh, dass unsere Kinder zum Schulstart sicher über die Straße gehen können“, sagte Rufina Enns besonders im Namen der Grundschuleltern, deren Nachwuchs ab Montag in die neue Grundschule neben der Mittelpunktschule geht. Allen voran dankte die junge Mutter dem Ortsbeirat und der Stadtverwaltung um Bürgermeister Jürgen Vollbracht für die Unterstützung der Initiativen und Aktionen, mit denen beide Schulen und deren Eltern über lange Zeit auf einen sichereren Schulweg gedrängt hatten.

„Unsere neue Schule ist so super sicher ausgestattet, zum Beispiel beim Brandschutz, dass wir uns sehr über einen nun auch sicheren Weg zur Schule freuen“, ergänzte Grundschulleiterin Brigitte Trietsch. „Gerade morgens wird doch recht schnell auf der Straße gefahren“, meinte Bürgermeister Vollbracht und hofft, „dass die Autofahrer nun vorsichtig unterwegs sind.“ Neben der Straße sensibilisieren selbst gemalte Banner, mit denen Eltern und Kinder ihre Forderung nach einer Ampel unterstrichen hatten, den Verkehr zusätzlich.

Verkehrsinsel direkt vor dem Schulzentrum Sachsenhausen wird auch bald gebaut

Ortsvorsteher Klaus Schmal bezeichnete den Weg zur Ampel als „schwierige Geburt, bei der aber nun offenbar alles gut wird.“ Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass auch alle Änderungen für mehr Sicherheit an der Ober-Werber Straße – direkt vorm Schulzentrum– zum Schulstart fertig werden. Hier warb Landrat Dr. Reinhard Kubat allerdings um noch etwas Geduld: „Wir müssen den Fahrbahnteiler anders legen und dafür Grund erwerben.“ Entscheiden und Umsetzen brauche in solchen Fragen eine gewisse Zeit, was Kubat auch auf die Ampel bezog. Dem pflichtete Stephan Brühne bei, zuständiger Dezernent von HessenMobil.

Jakob Schmieling, ebenfalls Mitarbeiter des Amtes, bestätigte, dass die Beschaffung selbst der provisorischen Ampel durch die Folgen von Corona erschwert worden sei. Brühne war sich mit allen Anwesenden darin einig: „Nun kommt es darauf an, dass die Kinder die Ampel rege nutzen und nicht an anderen Stellen die Straße überqueren.“ Die Zahl der Kinder, die aus den Neubaugebieten künftig zum Schulzentrum gehe, sei allemal ausreichend dafür, dass der provisorischen Lösung im nächsten Frühjahr eine dauerhafte, neue Fußgängerampel an diesem Standort folge. Verkehrszählungen als Voraussetzung dafür seien unumgänglich und stünden jetzt an, sobald der Schulbetrieb voll laufe. Die Eltern, die Rektorin der Mittelpunktschule Nermin Akkus und Brigitte Trietsch betonten in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Verkehrserziehung. Nur wenn die Kinder sich an die Regeln und Wege halten, gelangen sie möglichst sicher zur Schule und zurück. (Matthias Schuldt)

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