Golfplatz Waldeck: Betreiber meldet Insolvenz an

Der Spielbetrieb läuft weiter: Trotz Insolvenzantrag kann die Waldecker Anlage bespielt werden. Zudem ist der Turnierkalender prall gefüllt. Archivfoto:  Hermann

Waldeck. Die Betreibergesellschaft PGD des Golfplatzes in Waldeck hat Insolvenz beim Amtsgericht Korbach angemeldet. Acht Mitarbeiter überwiegend in Vollzeitstellen sind betroffen.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht den Frankenberger Rechtsanwalt Hartmut H. Mitze bestellt.

Die Golfanlage in Waldeck auf einer Fläche von rund 100 Hektar wurde 1992 in Betrieb genommen. Sie verfügt über einen 18-Loch-Meisterschaftsplatz sowie einen 9-Loch-Kurzplatz für jedermann und das 1994 gebaute Clubhaus mit Gastronomie. Bisheriger Betreiber war die PDG Golf in Deutschland GmbH, der als Kommanditisten die schweizerische Sumo AG zu 99 Prozent und die Stadt Waldeck zu einem Prozent angehören. Das Schweizer Unternehmen war erst Herbst 2013 für die Sporthause.de AG aus München eingesprungen.

Am Montag informierte Insolvenzverwalter Mitze die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung. Er ist, wie er sagte, derzeit mit der Auswertung der Zahlen beschäftigt. Er geht davon aus, dass das Insolvenzverfahren am 1. Juni eröffnet werden kann.

Die Bezahlung der Mitarbeiter ist bis dahin gesichert. „Ich habe heute mit der Arbeitsagentur die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes abgestimmt“, sagte er. Die Mitarbeiter bekommen ihr Geld rückwirkend sofort ausgezahlt. Das Insolvenzgeld läuft zum 31. Mai aus.

Mitze ist optimistisch, dass eine Nachfolgelösung gefunden werden kann. „Es handelt sich um eine wunderschöne Anlage mit hohem Sanierungspotenzial, die für die Region und den Tourismus in der Region enorm wichtig ist“, sagte er. Erste Gespräche laufen bereits. Mitze: „Erst heute hatte ich wieder zwei Anrufe von möglichen Interessenten.“ (sch)

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