Vöhl und Waldeck ab Himmelfahrt mit Gästen

Zwei Jugendherbergen in Waldeck-Frankenberg öffnen wieder

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Die Jugendherberge „Hohe Fahrt“ am Edersee öffnet vorerst als einzige im Landkreis.

Nach wochenlanger Schließung öffnen die Jugendherbergen in Vöhl und Waldeck wieder für Gäste, die anderen beiden Herbergen im Landkreis – in Willingen und Korbach – bleiben vorerst weiter geschlossen.

„Wir werden erst einmal den Markt beobachten“, sagt Knut Stolle, Sprecher des hessischen Herbergsverbands. „Wir sind aber bereits, zeitnah weitere Häuser zu öffnen.“

Derzeit würden fast keine Buchungen vorliegen für die hessischen Jugendherbergen, das Geschäft mit den Schulklassen sei komplett weggebrochen. Wie sich in den wenigen hessischen Herbergen, die jetzt öffnen, die Situation entwickele, werde man abwarten, sagt Knut Stolle. Alles könne sich täglich ändern. Gebe es aber für eine Herberge viele Anfragen, sei es möglich, diese zu öffnen. Die beiden Unterkünfte am Edersee würden auch deshalb geöffnet, weil sich ein Urlaub dort derzeit anbiete.

Dennoch kann die Hohe Fahrt in Asel, die größte Jugendherberge in Waldeck-Frankenberg, nicht uneingeschränkt Buchungen annehmen. „Von unseren 230 Betten können wir aufgrund der Hygienevorgaben maximal 70 bis 100 belegen“, sagt Herbergsleiter Florian Friedrich. Das Team plant zunächst „mit einzeln reisenden Familien, weil diese die geringsten Reisebeschränkungen haben“. Jedem Zimmer werde nun ein Bad zugeordnet, was die Belegung weiter deutlich einschränke, so Friedrich.

Unter der Woche auch weiterhin geschlossen

Möglich ist es dann auch wieder, Kanus und Fahrräder auszuleihen, allerdings nicht halbtags, sondern nur für komplette Tage. Direkt nach der Benutzung würden sie gereinigt und desinfiziert. Komplett neu denken müsse man im Programmbereich. Die geplante Kinderferienfreizeit werde man wohl leider absagen müssen. „Hier werden wir einfach in den nächsten Wochen nach und nach Erfahrungen sammeln müssen und dann sehen, was zukünftig alles wieder geht.“

Die Herberge in Waldeck ist ebenfalls ab Himmelfahrt wieder geöffnet

Es habe sich schon herumgesprochen, dass der Betrieb wieder hochgefahren werde, sagt Friedrich. Für Himmelfahrt und Pfingsten „sieht es wirklich schon wieder ganz gut aus“. Allerdings: An Werktagen sehe es noch schlecht aus, da werde die Herberge vermutlich noch für längere Zeit geschlossen bleiben. Das habe auch damit zu tun, dass das Geschäft mit Schulen weggebrochen sei.

Landesverbands-Sprecher Knut Stolle geht davon aus, dass der Verlust der hessischen Unterkünfte am Jahresende bei bis zu 16 Millionen Euro liegen werde. Das Land unterstütze zwar mit einer Million Euro, doch das sei gerade genug für einen Monat gewesen. Dem Verband rinne das Geld derzeit durch die Finger. 

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