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Waldeck: Glasfasernetz für schnelles Internet wird weiter ausgebaut

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Von: Cornelia Höhne

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Datentechnologie für schnelles Internet: In den Waldecker Stadtteilen soll das Glasfasernetz weiter ausgebaut werden, in den nächsten Wochen sind Informationsveranstaltungen geplant.
Datentechnologie für schnelles Internet: In den Waldecker Stadtteilen soll das Glasfasernetz weiter ausgebaut werden, in den nächsten Wochen sind Informationsveranstaltungen geplant. © Goetel/pr

In den Waldecker Stadtteilen soll der Glasfaserausbau weiter voran getrieben werden.

Waldeck – Ziel ist es, Lücken zu schließen und rasch den Zugang zu schnellem Internet im Gigabit-Bereich herzustellen. Zwei Unternehmen starten in Zusammenarbeit mit der Stadt Waldeck eine Informations- und Vermarktungskampagne. Entschließen sich mindestens 40 Prozent der Haushalte in den Stadtteilen für einen Anschluss, wird ausgebaut.

Ausbau des regionalen Glasfasernetzes bis zum Endkunden

Die Menge der im Internet übertragenen Daten nimmt weiter rasant zu – sowohl im Privathaushalt als auch in der Wirtschaft. Schneller digitaler Transfer mit Datentechnologie der Zukunft sei gefragt.

Bei bisher üblichen DSL-Kupferleitungen mit bis zu 16 MBits geraten viele Internetnutzer spätestens in wenigen Jahren an ihre Grenzen, sagt Nick Schieferdecker, Geschäftsführer der EWF Connect. Die Telekommunikationstochter des Korbacher Energieversorgers mit Büro in Höringhausen plant in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Unternehmen Goetel den Ausbau des regionalen Glasfasernetzes bis zum Endkunden.

„Kleine, weiße Flecken schließen“

„Wir möchten kein Deutschlandweites Netz aufbauen sondern die kleinen, weißen Flecken schließen“, erläuterte Goetel-Projektleiter Boris Preßler in einer Informationsveranstaltung für Stadtverordnete, Ortsbeiratsmitglieder und Stadträte. Vorhandene Netzstrukturen, beispielsweise von Breitband Nordhessen/Netcom, sollen genutzt und angemietet werden. Der Ausbau werde in eigener Regie finanziert, der Kommune entstehen keine Kosten. Die Unternehmen rechnen mit einer etwa 18-monatigen Bauzeit bis zum Anschluss.

In einigen Stadtteilen gehe es bereits voran, verwies Schieferdecker auf den aktuellen Planungs- und Ausbaustand. So ist auf der Halbinsel Scheid am Edersee der quotenfreie Ausbau durch EWF Connect inzwischen fast vollständig abgeschlossen. In Sachsenhausen soll in Teilbereichen – unter anderem im Gewerbegebiet – der Ausbau noch in diesem Jahr erfolgen.

Lösungen auch für Anschluss von Einzelgehöften

In Selbach ist in Kombination mit dem Nahwärmenetz der Ausbau durch beide beteiligten Unternehmen möglich. Alle weiteren Stadtteile befinden sich in der Vorvermarktung durch die Firma Goetel, die bereits in mehreren Kommunen in der Region ähnliche Projekte betreibt.

Lösungen gibt es auch für den Anschluss von Einzelgehöften außerhalb der Ortslagen, beispielsweise über die Nutzung von Freileitungen oder das Verlegen von Glasfaserkabeln in Pflugtechnik über Felder, wenn sie sich im eigenen Besitz befinden. Zudem sei ein Förderprogramm durch Bund und Land aufgelegt worden, um auch einzel stehende Häuser abzusichern.

Preßler: „Wir wollen jeden anschließen.“ Briefe mit Erläuterungen zum Glasfaserausbau gehen in diesen Tagen an alle Haushalte, Informationsveranstaltungen für alle Stadtteile sind bis zum 13. Februar geplant. Bürgermeister Jürgen Vollbracht fordert die Bevölkerung zur Teilnahme an den Informationsabenden auf. „Glasfaserausbau ist ein ganz wichtiges Thema, um die Infrastruktur in der Stadt Waldeck entscheidend zu verbessern.“

Sechs Infoabende für die Waldecker Stadtteile

Einwohner der Waldecker Stadtteile sind zu Informationsabenden über den Glasfaserausbau eingeladen. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr.

Waldeck: Montag, 30. Januar, Bürgerhaus.

Sachsenhausen und Alraft: Mittwoch, 1. Februar, Stadthalle in Sachsenhausen.

Niederwerbe, Ober-Werbe: Montag, 6. Februar, Haus der Natur, Niederwerbe.

Freienhagen, Dehringhausen: Mittwoch, 8. Februar, Stadthalle in Freienhagen.

Netze und Selbach:Donnerstag, 9. Februar, Dorfgemeinschaftshaus in Netze.

Höringhausen: Montag, 13. Februar, Bürgerhaus. (Cornelia Höhne)

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